Sonntag, 11. November 2012

Wer hat an der Uhr gedreht.......

.....ist es wirklich schon so spät???  Manno - wie die Zeit vergeht.

Jeden Tag zur Schule und dann die täglichen Aufgaben erledigen. Ausserdem gehts ja jetzt mit Riesenschritten auf unsere Deutschlandreise zu und das muss gut organisiert sein. Ausserdem Gospelsingen und die Probeabende, Freunde besuchen, Holz klein machen und nun backen und die guten Sachen zubereiten, die ich zu Weihnachten mit nach Deutschland nehmen will.
Der Garten ist nun endlich bereit fuer den Winter. Der Schnee ist noch mal verschwunden und wir konnten das Gewächshaus leeren.

Ja ja - es hat bereits zwei Winterversuche gegeben. Den ersten haben wir nicht so ernst genommen aber der zweite!!!! Da sah es beinahe so aus, als wenn  es nun bis ins neue Jahr so bleiben wollte. Aber - erstens kommt es ander, zweitens als man denkt.

Im Oktober hatte ich zwei Gospelchor Auftritte. Der Gospelchor Gävle und wir, Söderhamns Gospelchor, haben einige Stuecke den ganzen Samstag eingeuebt und hatten den ersten Auftritt - alle zusammen - in Ljusne (dort habe ich den Gospelchor im vergangenen Jahr das erste Mal gehört und gesehen!!!) und am nächsten Tag in Gävle in der Betlehems Kyrka, einer modernen, hellen Kirche. Ein fantastisches Erlebnis. Wir waren an die 100 Leute im Chor und Stefan, der Chorleiter von Gävle, hat mit uns zusammen ein Stueck von U2 gesungen "In the name of love" das war sooooo toll.



Bei dieser Gelegenheit habe ich auch erfahren, dass im Februar nächsten Jahres ein Gospelfestival in Gävle stattfindet. Nach kurzem Ueberlegen habe ich mich - mit vielen anderen aus meinem Chor - dort angemeldet. Es beginnt Freitagabends und geht bis Sonntag. Es ist eine Art Gospelchorseminar - ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon drauf.  Ich habe dort mittlerweile auch ein paar nette Bekanntschaften gemacht. Am Anfang hatte ich ja ein bisschen Schwierigkeiten und war etwas gehemmt (ja ja - ich weiss, hier gibt es ein paar Leute, die jetzt verwundert gucken). Aber das scheint wohl auf Gegenseitigkeit beruht zu haben. Jetzt habe ich erfahren, dass die Frauen auch nicht so recht wussten, was und wie sie mit mir reden sollten. Dann hat sich aber heraus gestellt (fuer sie und mich), dass wir uns sehr gut verständigen können und nun ist es besser als ich je gedacht hatte. Darueber freue ich mich auch sehr.

Der erste Schnee ueberraschte uns am 25. Oktober.


Oh nein - haben wir nur gedacht. Viiiieeeeel zu frueh. Die Blätter vom Ahorn lagen noch auf dem Rasen und die wollten wir noch abkratzen, bevor der Schnee kommt. Die sind ziemlich hart und verrotten nicht so schnell wie z.B. Birkenblätter. Aber der weisse Traum verfluechtigte sich schnell wieder. Aber es blieb kalt und am 29. Oktober dann der nächste Schauer. Und das sah schon eher nach "Ernst" aus.


Es schneite den ganzen Tag und Erik  kam sogar schon räumen. Wenn es weiter so kalt geblieben wäre???????  Aber nach einer Woche war auch dieser Spuk erstmal wieder vorbei und wir konnten die letzten Arbeiten im Garten erledigen. Ich habe, zusammen mit Ralf, das Gewächshaus ausgeräumt und winterfest gemacht. Die Blätter konnte Ralf dann auch noch zum groessten Teil abkratzen und ich habe die allerletzten Tomaten abgenommen. Die orangefarbenen Tomaten habe ich, zusammen mit einem Apfel, in eine Packpapiertuete zum Nachreifen warmgestellt und die gruenen habe ich zu einem leckeren Relish verarbeitet.

Meine Ausbeute aus geschenkten Äpfeln, Wildäpfeln und gruenen Tomaten.
Von Nisse und Karin, unseren Nachbarn, durften wir Wildäpfelchen holen. Daraus habe ich noch Gelee gekocht.

Die Hochbeete haben eine Laubdecke bekommen. Die Sonnenblumen, die leider gar nicht richtig zur Bluete gekommen sind, ausgerissen und auf den Kompost geschnippelt. Die Erdbeeren waren auch verwirrt. Die hatten noch so viele Fruechte gebildet aber alle waren erfroren und matschig. Die sind auch auf dem Kompost gelandet. Die Petersilie hatte die Fröste ganz gut ueberstanden und die Reste haben wir in unseren TK gepackt, nachdem wir sie schön klein gehackt haben. Lecker fuer alles im Winter!!!
Soviel Arbeiten!!!! Da muss es auch mal was leckeres zu Essen geben. Jaaaaahaaaaa - da war doch noch das tiefgefrorene Renfleisch aus Lappland!!! Ein tolles Rezept habe ich mir aus dem "Schwedenforum" gesucht und so sah das Ergebnis aus.
Renbraten nach värmländischer Art mit Walnussgnocci und Broccoli - zum reinsetzen gut :-)
Mittlerweile wird es hier an trueben Tagen so gegen halb vier schon dunkel. Da ist es schön, wenn man drinnen was zum rumpusseln hat. Da wir Mitte Dezember nach Deutschland kommen und ueber Weihnachten und Neujahr dort bleiben, haben wir einiges vorzubereiten und zu planen. Vor allem die Weihnachtsbäckerei muss in diesem Jahr fruehzeitig beginnen und hat begonnen.
Haselnusstuermchen nach einem Rezept von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer vom WDR

Mandelmusslor - Mandelmuscheln, ein schwedisches Rezept

Nussbrot nach "Mama Resis" Rezept
Auch mit dieser Frisur darf man mal probieren *gggg

Ralf beschäftigt sich derweilen mit der Zerkleinerung der Holzstämme hinterm Carport. Gestern war er dann auch noch zum Arbeitsdienst am Bootssteg unterwegs und unter der Woche hilft er an zwei Tagen bei Hamid und Anna im Haus. Wir haben die Hoffnung, dass es dort irgendwann mal was wird, wenn er da ein Auge mit drauf hat ;-)

Morgen gehts wieder mit dem Gospelchor zu einem kleinen "Event". "Erikshjälpen", eine sociale Einrichtung, die sich z. Teil durch einen Second-Hand-Verkauf finanziert, feiert dieses Jahr 5-jähriges in Söderhamn. Die Gelder fliessen in Hilfsprojekte, meist fuer Kinder, in aller Welt. Das kleine Jubiläum soll gefeiert werden. Wir - die Chormitglieder - werden eine Modenschau mit Secon-Hand-Klamotten darbieten und im Anschluss ein kleines Konzert geben. Das wird sicher lustig und ich hoffe, dass der gute Ralfmann diesmal ein paar schicke Bilder von uns macht.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Teater!!



Och nu ett sätt tillsammanfattning på svenska (förlåt mitt svensk språk):

Då glömmde jag verkligen att skriva över vårt teaterbesök!

"Den Kaukasiska Kritcirkeln" av Berthold Brecht i ett extra därför skapad stort tält liksom cirkustältet. Föreställningen skulle egentligen hålla på 22 september men med anledningen av tekniska problemer bytte den till 3 oktober.
Peter Mörlin som är sonen av vår lärare Maria, är inte bara en mycket bra sångare, nej han är också jättebra skadespelaren. Han var med på teaterstycken!!
Föreställningen händer i tälten men vi hade varma kläder på. Och det visar sig bra, senare började det regna och det blev omysigt.
Tälten är 180 kvm stor och har plats för 200 gäster. Jätteenkel dekoration för scenen från bara tomta dunkar som var tillsammanklibbad med paketband. Speciellt för teatern byggt lastbilen har varit också scendelen med sin hiss.
Vem är mycket intresserad om styckens handling kan titta här en gång till. I alla fall gjorde regissören Pontus Stenshäll med sin ensemble, musiker och alla andra en fantastisk prestation.
Efter insläppet tog vi varje plats och snabbt började dem. Berättelsen sjöngs. Sångerskan hade en bra röst så att vi kommer att förstod mycket. Stycken blev spelad på………naturligvis svenska!!!
Före hade vi lite läst om handling och därför visste vi vad händer. De skadespelarna vore inte bara skådespelare, dem byggde och städade scenen och spelade alla flera rollen.
I pausen fick vi – vad får man som vanligt i Sverige i en paus?? – kaffe och bullar för en slant. Aktörerna blandade sig med publiken och pratade med varandra. Efter 20 minuter fortsatte det.
Teaterstycken avslutade med en rättegång där det kommer till vem barnet ska anförtro. För det kommer ”domstolens” tjänstemannen (den lika som ”domaren” mellan rättegång tog en sup) att göra en kritcirkel från vit tejp. Han hade det jättesvårt eftersom tejpen fastnade till hans händer och det tog tid för att det hände. Tjänstemannen blev belåten och domare också. Publiken skrattade jättemycket – det var toppen!!!
Allt var efter vara synen men också efter publikens synen en hel fantastik och bra föreställning och topp kväll. Och då såg vi: ”Det gör vi snabbt en gång till!”

Fotona som jag gjorde var tyvärr inte bra. Med blixten ville jag inte fotografera i tälten. Därför kommer bilderna från flera tidningar (titta på tysk berättelse - tack).

Montag, 22. Oktober 2012

Theater!!

Da habe ich doch glatt vergessen, ueber unseren Theaterbesuch zu erzählen!

"Der kaukasische Kreidekreis" von Berthold Brecht, in einem extra dafuer geschaffenem, grossen Zelt fast wie ein Zirkuszelt. Die Vorstellung sollte am 22. September sein, wurde aber wegen technischer Probleme abgesagt und auf den 3. Oktober verlegt. Der Sohn unserer Lehrerin Maria, Peter Mörlin, der nicht nur ein sehr guter Sänger ist (hier schon von berichtet), er ist auch Schauspieler. Und das macht er genau so gut!!
Da die Vorstellung im Zelt gegeben wurde, haben wir uns warm angezogen. Das war auch gut. Denn es fing später an zu regnen.
Das Zelt ist ca. 180 qm gross und hat Platz fuer 200 Gäste. Einfachste Deko aus leeren Kanistern, die mit Paketband zusammen geklebt sind, bilden die Buehnenbilder. Diese werden von den Schauspielern aufgestellt und abgeräumt. Auch der speziell gebaute LKW, aus dem das riesige Zelt sich quasi aufbaut, ist integriert ins Buehnenbild und hat mit seiner Hebebuehne am Heck einige spezielle Einsätze.
Wenn die Handlung interessiert, kann hier nochmal  nachlesen. Der schwedische Regiseur hat auf jeden Fall mit seinem Ensemble eine fantastische Leistung hingelegt.
Nachdem wir puenktlich eingelassen wurden und unsere Plätze eingenommen hatten gings los. Die Sängerin ist in dem Stueck die Erzählerin. Sie hatte eine sehr gute Stimme und wir konnten sogar das eine und andere verstehen. Denn - ihr werdet es schon geahnt haben - das Stueck wurde natuerlich auf schwedisch gespielt.
Da wir uns vorher ein bisschen "schlau gelesen" hatten, wussten wir im Groben um was das Stueck geht und konnten so der Handlung ziemlich gut folgen. Die Schauspieler - wie schon gesagt - waren nicht nur die Schauspieler. Sie räumten die Szenen auf und weg, machten sauber und spielten alle die verschiedensten Rollen.
In der Pause konnten wir uns mit Kaffee (was sonst in Schweden!!) und einem kleinen Gebäckstueckchen versorgen und uns unter die anderen Zuschauer und Schauspieler mischen und uns unterhalten. Nach 20 Minuten gings weiter. Das Theaterstueck endet mit der Gerichtsverhandlung, in der es darum geht, wem das Kind anvertraut werden soll und dafuer muss der Gerichtsdiener (der sich während der Verhandlung ebenso wie der Richter - der eigentlich nur ein Dorfschreiber ist - einen genehmigt hat) einen Kreidekreis ziehen. In unserer Inszenierung soll das mit weissem Klebeband passieren - und es passiert ..... aber erstmal kriegt der Gerichtsdiener es ueberhaupt nicht gebacken. Nach vielen Versuchen und Metern von Band liegt sowas wie ein Kreis auf der Erde. Der "Gerichtsdiener" wischt sich den Schweiss ab und der "Richter" ist zufrieden. Wir, die Zuschauer, haben uns schlapp gelacht - schauspielerisch "erste Klasse"!!!! 

Das ganze aus unserer Sicht und auch aus der Sicht aller Zuschauer eine fantastische und gelungene Vorstellung und ein toller Abend. Da haben wir Beide gesagt: "Das machen wir bald mal wieder!" ;-))

Die Fotos, die ich machen konnte, sind nicht besonders gelungen - leider. Mit Blitz konnte und wollte ich nicht fotografieren. Daher ein paar Aufnahmen aus den verschiedenen Zeitungsberichten.

Das Zelt - tälten.

Schauspieler, Musiker und Sängerin!! Der dritte von rechts ist Peter Mörlin!
Skädespelare, musiker och sångerskan!! Tredje från höger är Peter Mörlin!
Hier sieht man "Grusche", die "nichtmutter" des Kindes im Stall. Sie fragt sich und die Tiere, was sie machen soll.
Det här ser man "Grusche", barnets"intemor" i ladugården. Hon fråger sig och djurarna vat hon skulle göra.

Peter als Mutter des "sterbenskranken" Heiratskandidaten.
Peter som mor av den ""dödssjuk" brudgummen.

Links die Governeursfrau, die das Kind gewaltsam an sich ziehen will, rechts Grusche!
Till vänster governeursfru som vill ha barn valtsam, till höger Grusche.

Snart följer berätelse på svenska!!!!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Elchjagd - ohne mich :(

aber da es ein Erlebnis der Sonderklasse war, hat Ralf das Ereignis in Worte gefasst und da er auch den Fotoapparat dabei hatte, gibts auch Bilder!!!!! Also - hier kommt der Bericht:


Der Wecker klingelt um 4.30 h. Fast tut es mir schon leid, dass wir Per-Erik (im Folgenden nur PE)  zur Elchjagd begleiten wollen, auch weil Lisa aufgrund ihrer kleinen Operation nun doch nicht mitgehen wird. Aber gesagt ist gesagt und so schmiere ich mir ein Paar Brote, packe die hart gekochten Eier und einen Apfel ein und setze eine große Kanne Kaffee auf. Natürlich werden auch die langen Unterhosen und mein dicker Islandpullover angezogen, draußen sind ja nur 4°.
In der finsteren Nacht sieht der Weg zu PE (der uebrigens Marias (Lehrerin Sfi) Ehemann ist) ganz anders aus und so lande ich erst bei seinem Nachbarn. Ein Haus weiter steht PE aber schon in der Tür. Ich lasse mein Auto stehen und wir fahren mit seinem alten Ford zum Sammelplatz der Jagdgemeinschaft. Dort werde ich als "der Deutsche" vorgestellt, freundlich begrüßt und bekomme erst einmal einen Kaffee. Dann geht es mit 5 Autos auf holprigen Wegen weit in den Wald hinein. An den Hochsitzen steigt jeweils ein Jäger aus. Es ist etwa 7.30 h und für 15.00 h ist Ende der Jagd angesagt. PE und ich fahren am weitesten in den Wald rein und müssen noch etwa 300 Meter bis zu unserem Hochsitz laufen. Hüfthoch ist der Hochsitz verkleidet, er hat ein Dach und dort steht auch ein kleiner selbstgebauter Ofen. Daneben verläuft ein kleiner Bach. Inzwischen ist es schon recht hell geworden, wir richten uns ein und PE lädt durch. 



Nun beginnt das Warten. Wir unterhalten uns ganz leise. In der Ferne hören wir 2 Schüsse. Um neun gibt es ein kleines Frühstück von unseren mitgebrachten Sachen und PE zündet den Ofen an, sonst passiert nichts. 
Dann kommt der Elchhund, der die Elche aufspüren und in Trab bringen soll, uns besuchen. Er sieht einem Husky recht ähnlich und trägt ein orangefarbenes Halstuch, damit man ihn nicht für ein Waldtier hält. Er schnuppert an unserem Hochsitz rum und läuft dann nach einiger Zeit weiter. Es zieht sich und es wird Mittag, ohne dass irgendetwas passiert. PE hat sogar ein Bier (3,5%) im Rucksack und in dem kleinen Ofen räuchern/grillen wir ein Würstchen. Kein Elch weit und breit. 
Um viertel vor eins telefoniert PE gerade mit einem der Jägerkollegen über die magere Ausbeute. Ich bekomme mit, dass bisher keiner auch nur einen Elch gesehen hat als ich einen Elch etwa 100 Meter entfernt auf die Lichtung kommen sehe. Die ganze Zeit hatte ich schon gedacht, dass dort (siehe das Bild mit Bach) der richtige Platz für einen Elch wäre. Ich tippe PE vorsichtig an und zeige auf den Elch, man muss ja leise sein. Er hatte den Elch nicht gesehen, unterbricht aber sofort sein Telefonat, steht leise auf, nimmt das Gewehr hoch, legt an und schießt zweimal. Der erste Schuss prallt offenbar an einem Baum ab, der zweite ist jedoch ein Volltreffer in die Lunge, wohin man lt. PE (er ist auch Jägerlehrer und Prüfer) schießen soll. Der Elch fällt sofort um. Ich schicke Lisa schnell eine SMS über unseren Erfolg. Dann gehen wir zum Elch und sehen, er ist tot. Es ist ein 3 – 4 Jahre alter Bulle. PE bedankt sich bei mir mindestens dreimal und ist froh, dass ich so aufmerksam war. Was nun folgt, will ich nicht  detailliert beschreiben, nur soviel: Der Elch muss gleich ausgeweidet werden (wer mehr wissen will, kann mich gerne fragen) - das macht PE sehr gekonnt. Die Innereien bleiben im Wald für die wilden Tiere und die Vögel. PE sagt, dass man nach einer Woche schon nichts mehr finden wird. Es ist Usus, das der Jäger das Herz des erlegten Tiers behält. Auch wird dem Elch die Ehre erwiesen sowie ein Dank an die Natur. Wir gehen wieder zum Hochsitz zurück und PE meldet seinen Abschuss an die Gruppe.
Um 15:00 Uhr kommen dann alle zu uns und helfen, den Elch mit einer Art Wanne auf den Weg zu den Autos zu ziehen. Eine äußerst schweißtreibende Arbeit, denn der Elch wiegt so ca. 300 kg und das Gelände ist äußerst uneben. 
PE bedankt sich beim Elch.


Knochenarbeit
Der Elch wird zum Schlachthaus gefahren, wo alle Gruppen zusammen treffen. Nach und nach treffen immer mehr Autos ein, die Elche auf dem Anhänger haben, insgesamt vielleicht 15, darunter auch 4 oder 5 Kälber. Die Tiere werden hier sofort enthäutet, halbiert und im Kühlhaus aufgehängt. Dort bleiben sie, bis sie am Samstag dann endgültig zerlegt und unter den Jägern aufgeteilt werden. 
Ca. 18:00 Uhr bin ich wieder zu Hause. Ich bin KO. Es war ein langer, interessanter Tag, an dem ich Dank PE auch Einiges über die Jagd und das Jagdverständnis der Schweden gelernt habe.

Freitag, 5. Oktober 2012

Irrungen und Wirrungen

Vergangenen Dienstag machten wir uns auf den Weg nach Gävle. Da ich seit einiger Zeit meinen neuen Pass habe, kann ich nun auch endlich eine schwedische ID Kort bekommen. Das ist das schwedische Gegenstueck zum deutschen Personalausweis. Frueher (weiss nicht, seit wann nicht mehr) konnte man sich diese "Ausweiskarte" auch hier in Söderhamn ausstellen lassen. Aber - na gut - mal wieder nach Gävle. Da freut man frau sich immer :-)  Gävle ist schon deutlich grösser als Söderhamn. So einen Besuch verbinden wir auch immer mit einem Abstecher zu IKEA und mit ner Shopping Runde in Gävle selber.
Dieser Tag sollte gaaaaanz schön und entspannt werden!!!!!
Nach einem gemuetlichen Fruehstueck machten wir uns auf den Weg. Es sind rund 85 km dorthin und die schafft man in ca. 1 Stunde. TomTom - unser "Guide", fuehrte uns auch zuverlässig wie immer, in die "Skomakargatan" in der sich das Skatteverket, das schwedische Finanzamt, befindet. Hier bekommt bzw. beantragt man die ID Kort.
Das man hier ein Parkticket haben musste, hatte ich noch schwach in Erinnerung. Das man es NUR mit Muenzen bezahlen kann, nicht. Beide, Ralf und ich, waren leider "muenzlos" und so machte ich den Vorschlag, dass ich einfach schon mal zum Skatteverket marschiere und mich (wie wohl ueberall auf der Welt in den Finanzämtern) schon mal anstelle.
Gesagt - getan!! 
Es gab natuerlich Publikum vor mir und ich stellte mich brav an - diesmal ohne "nummerlapp". Diese gibts eigentlich in fast jedem Laden, in welchem die Gefahr einer "Schlange" besteht. Aber alles lief sehr geordnet ab und schon bald konnte ich mein Anliegen vortragen und es dauerte nicht lange, da kuemmerte sich eine Angestellte um mich. Sie nahm meine Papiere (Pass sowie Kopie der Ueberweisung der 400 Kronen Gebuehren fuer die ID Kort) an sich, bat mich noch einen Moment zu warten, da sie alle Daten im Computer aufnehmen muesse, und verschwand in ihrem Buero. Also setzte ich mich hin und wartete. Es dauerte eine ganze Weile. und irgendwie wunderte ich mich schon, dass mein Ralfmann nicht auftauchte. Aber, OK, hier im Skatteverket konnte ich nicht verlorengehen bzw. wuerde er mich sicherlich jederzeit aufspueren.
Irgendwann wurde ich dann aufgerufen. Es ist immer noch ganz eigenartig, wenn man in einer Behörde mit dem Vornamen aufgerufen wird.
Nachdem ich gemeinsam mit der Angestellten meine Daten nochmal angeschaut hatte, wurde ich noch fotografiert und bekam dannach einen Ausdruck meines Antrages, mit der Erklärung, dass es nun ca. 2 Wochen dauert bis ein Brief vom Skatteverket kommt und dann könne ich kommen, um meine ID Kort "persönlich" abzuholen.
Ich packte meine Papiere ein und auf dem Weg nach draussen kommt mir Ralf entgegen - leicht gestresst. Niemand hatte ihm helfen können, er hatte niemanden gefunden, der ihm Geld wechseln konnte und da hatte er sich kurzentschlossen ins Auto gesetzt und hatte sich auf die Suche nach einem Parkhaus gemacht. Leider ist er wieder in dem Parkhaus gelandet, in dem man im Vorhinein ein Ticket bezahlen muss (wer hier regelmässig liest, weiss auf welche Geschichte ich mich beziehe). Aber - Glueck im Unglueck - ein netter Mensch gab ihm sein nicht ganz gebrauchtes Ticket (noch mit ner halben Stunde Parkzeit) und so hatte Ralf mich wenigsten doch noch im Finanzamt auffangen können.
Nun wollten wir (in Wirklichkeit natuerlich nur ich) aber noch ne Runde shoppen gehen. Ich war auf der Jagd nach ein paar braunen Schuhen/Stiefeletten (das braucht die Frau auch in Mohed *gg) und ausserdem noch andere Kleinigkeiten.
Das Parkhaus ist mit einer, DER Einkaufspassage gekoppelt. Die Passage ist nicht zu riesig aber auch nicht gerade klein und Ralf meinte, er wolle doch noch eben mal neu bezahlen gehen. Gute Idee - denn nochmal einen Strafzettel von 380 Kronen fuer 10 Minuten ueberzogener Parkzeit, wollten wir nicht bezahlen. Aber mitlaufen musste ich ja nun nicht - das sollte er alleine schaffen. Also verabredeten wir uns wieder uns danach zu treffen und Ralf zog los um noch ein Ticket zu ziehen. Derweilen spazierte ich in der Nähe des Aufzuges - mit dem Ralf in die Tiefe verschwunden war - rum und schaute mir die Schaufenster an. Es konnte ja nicht allzulange dauern, ein Ticket zu ziehen und ans Auto zu heften.
Das war ein Gedankenfehler!!!! 
Es dauerte und dauerte und dauerte und dauerte!!!.......... Meine Kreise wurden grösser und ich wurde langsam unruhig. Was konnte da wohl passiert sein????  Irgendwann, nach ungefähr einer halben Stunde, rief ich ihn an - leicht angefressen. "Wo bleibst du denn, was machst du denn da so lange, was ist denn passiert und warum rufst du mich nicht an???????????"  Gleich wurde der arme Mann mit tausend Fragen bombardiert. Wiederrum leicht gestresst erklärte er mir, dass er auch hier nur mit Bargeld hätte bezahlen können, er niemanden gefunden hatte, der ihm Bargeld ensprechend hatte wechseln können und er nun auf dem Weg zu einem anderen Parkhaus oder Parkplatz wäre ------------------------------------  ????????????
Wer mich kennt, weiss, dass ich von Natur aus leider nicht in Geduld gebadet bin. Diese Information besänftigte mich dann doch und ausserdem - wir hatten keine Eile, keinen Termin, also warum sich aufregen (der kleine Teufel "Ungeduld"sahs aber auf meiner Schulte und machte sich schon ans "zwicken"). Einen kleinen Vorwurf musste Ralf sich doch noch anhören. Denn darauf,  mich anzurufen, hätte er auch kommen können!!!!!!
Also - Ralf weiterhin auf der Suche nach einem geeigneten Parkplatz. Ich nutze die Zeit, mal die "Keramikstuben" zu besuchen. Auch die kosten mittlerweile (zumindest in Gävle) Geld, Bargeld. Ich als Frau habe ja keine Ängste irgendwo umHilfe zu bitten also war der nächste Laden - Clas Ohlsson - der meine und ich wechselte, so dass ich genuegend 5 Kronen Stuecke hatte. Es waren mittlerweile wieder mehr als 20 Minuten vergangen und gerade sitze ich auf dem WC da klingelt mein Mobil. Mein Herzallerliebster ganz verzweiffelt: "Ich glaube, jetzt habe ich mich verlaufen!!"
Da musste ich aber erst mal tief Luft holen um nicht loszuschreien!!  "Ta det lugnt!" (lass es ruhig angehen) sagte ich und schau dich um oder frage jemanden ich bin im unteren Geschoss der gleichen Einkaufspassage wie schon vor EINER STUNDE!!!!!!!  Ich warte auf Dich vor dem kleinen Blumenladen "Lisas Blommor" - da treffen wir uns.
Nach weiteren 15 Minuten klingelte mein Telefon wieder: "Wo bist du denn, ich suche dich hier? Hier gibts keinen Blumenladen!!" 
Das dieser Blumenladen im untersten Geschoss war, ist ihm wohl im Stress entgangen. Na ja - wir haben uns dann doch noch getroffen *puhhhh - ich war nicht mehr so wohlgesonnen und Ralf war sichtlich geknickt und meinte, dass wäre ihm noch nie passiert.
Was Stress so ausmacht!!!!!
Nach einer langen, geruhsamen Mittagspause, sind wir dann doch noch durch die Passage geschlendert. Das Wetter war leider nicht so toll, so dass wir uns draussen nicht solange aufhalten wollten Wir haben aber jedes Schuhgeschäft abgeklappert aber leider habe ich keine Schuhe gefunden. Da wir ja auch noch zu IKEA wollten, war es nicht ganz so tragisch ;-) denn gleich neben IKEA gibts nochmal Geschäfte :-)
Meine Schuhe habe ich dort auch nicht bekommen aber "Beute" habe ich trotzdem gemacht und so war der Tag dann doch noch ganz schön fuer mich.
Aber eins weiss ich sicher - wenn ich die ID Kort abholen muss, fahre ich alleine nach Gävle ;-)))



Sonntag, 30. September 2012

...ich hab´s getan

...ich habe mir ein Smartphone gekauft.

Nachdem mir mein Mobiltelefon so langsam auf den Geist geht und nach langem Ueberlegen und suchen, habe ich mir ein "Samsung Galaxy SIII" gekauft ueber Abbo!  Ein gutes Angebot hat mich letzendlich ueberzeugt.
Mein altes Motorola hat schon vor längerer Zeit eine Taste verloren. Ein Glueck, dass mein kleiner Snoopy dran hängt!! Mit seiner Nase kann ich dann trotzdem diese Taste noch bedienen ;-) Ausserdem lässt die Leistung der Batterie deutlich nach - immer wenn ich es dringend brauche, fängt es an zu piepen und lässt mich im Stich.
Das neue kommt hoffentlich im Laufe der kommenden Woche und dann werde ich es gleich einrichten und mit meinen Daten fuettern.
Ist es nicht eine Schönheit!!!!  Reinweiss!!  Hoffentlich kann ich es auch bedienen ;-))

Mittwoch, 26. September 2012

Eigentlich wollte ich ja nicht mehr so lange warten...

...aber nun ist es wieder passiert und ich werde mir mal wieder die Finger wundschreiben.

Als erstes mal - das Wetter ist nun herbstlich!! Wir hatten sogar schon unter 0 Grad!! Und die Wiese, die wir aus dem Kuechenfenster immer sehen, war schon mal weiss bereift.
Aber momentan hat sich die Temparatur eingependelt. Am morgen sind es so zwischen 2 und 6 Grad und ueber Tag können es noch bis zu 15 Grad werden. Und wenn die Sonne scheint, scheint es auch wärmer zu sein. Soviel zum Wetter.
Und wenns Wetter wieder kuehler wird, habe ich auch wieder (noch) mehr Lust zum Backen und Kochen.  Und so kam ich endlich dazu, mal das Rezept fuer die "kurabiye" - ein tuerkisches Kleingebäck, das salzig oder suess zuebereitet werden kann - aus zu probieren. Ein voller Erfolg!! Und endlich kam das im vergangenen Dezember lang gesuchte und in Berlin-Kreuzberg (wo sonst??) gefundene Gewuerz "Mahlep" zum Zuge. Das mache ich bestimmt mal wieder!!


Herbst hier im dörflichen Schweden bedeutet: Herbstfeste, Erntefeste, Dorffeste, Antik- bzw. Trödelmärkte.  Als erstes ging es nach Söderala!! Unser Heimatflecken. Hier im alten Hembygdsgård (ein alter Bauernhof bzw eine kleine Ansammlung von älteren Gebäuden, der meistens durch einen Verein in Schuss gehalten wird und der von den Dorfbewohnern vielfältig genutzt werden kann) gab es einen klitzekleinen Herbstmarkt. Leute aus Söderala und Umgebung zeigten ihre Gemueseernten, Marmeladen und Honig, Kleintiere. Es gab  Kaffee und Kuchen und dazu spielten zwei junge Leute hälsingländische Musik (hört sich ein bisschen irisch an). Man konnte das Gewicht eines kleines Schweins raten - kostete 20 kr und man trug sich in eine Liste ein und wer am nächsten dran war, hat das Schweinchen gewonnen (ich habe nicht gewonnen). Mit dem Imker haben wir uns nett unterhalten und beim Ziegenscheren konnten wir auch noch zuschauen.
Und zum guten Schluss haben wir uns noch den alten Hof etwas genauer angeschaut.
Ein Teil des grossen Raumes, der vom Verein genutzt wird.


Ein Schlafzimmer

Reisegepäck aus alten Zeiten
Die alten Gebäude stehen etwas ausserhalb vom Dorf.

Seidenhuehner - sehen die nicht huebsch aus??



Der nächste Sonntagmorgen fing neblig an aber im Laufe des Tages kam die Sonne raus. Und so machten wir uns auf den Weg in den Wald. Pilze sollten es werden. Die Ausbeute hielt sich in Grenzen. Aber ein leckeres Pilzrisotto ist es doch noch geworden.

Mit Pfifferlingen und frischer Petersilie
Ein paar Tage später - an einem Freitag - schien die Sonne wieder so herrlich und wir beschlossen einen erneuten Gang in den Wald. Heute sollten Preiselbeeren die Objekte unserer Begierde sein!! Aus der Tuere raus und einfach nach links in den Wald, immer weiter und weiter. Fast hatten wir die Suche schon aufgegeben, denn leider streifen auch hier die professionellen Beerensucher durch den Wald,  da fanden wir eine schöne Stelle mit vielen, vielen Lingon. Und so kamen wir mit einen 10 l Eimer voll mit den schönsten Beeren wieder nach Hause. Leicht durchsetzt von Blaubeeren und im auch noch mitgenommenen Körbchen eine Handvoll Pilze. Das Sammeln der Beeren ist eine Ackerei (selbst mit den Beerenkämmen), das Säubern und Sortieren eine Piddelsarbeit (fuer doofe) aber der Genuss, später,  ist die Muehe hundertmal wert !!!!!
Die Preiselbeeren wurden zu Lingonsylt verarbeitet, die Blaubeeren wanderten in leckere Blaubeer-pfannkuchen und die Pilze gab es in einer Pilztarte zum Abendbrot.
Pilze und Beeren :-)
Svamptårta




Am darauffolgenden Sonntag gabs wieder einige "Festlichkeiten" zu besuchen. In Bollnäs, bei meinem Lieblingsgartencenter "Mobackes", war Sommerabschlussfest. Es gab einiges an Gartenmöbeln zum halben Preis und jede Menge andere Sachen zu sehen. Ich spekulierte vor allem auf Bäume und Sträucher. Aber die wurden nur zu regulären Preisen verkauft. Hier bei "Mobackes" nahm ich aber noch mal einen Anlauf um an "Hornspäne" zu kommen. Scheinbar kennt der "Schwede" sowas gar nicht und ich habe mich dann zum Kauf von einem Gemisch von Algen und Knochenmehl entschlossen, um unsere Gemuesebeete damit zu duengen. Wir wanderten rund durch die Ausstellung. Auch landeten wir an einem Stand an dem "tyska byxor" (deutsche Hosen) verkauft wurden. Die typischen deutschen Zimmermannshosen aus schwarzem Kordsamt wurden hier verkauft und nebenbei noch "METTWURST" oder wie der Bremer sagt "Kochwurst". Was fuer ein Zufall!!! Gerade am Tag vorher hatte ich eine Bohnensuppe aus weissen Bohnen gekocht (die rheinische Art). Die war eigentlich fast perfekt aber die Mettwuerstchen fehlten - jetzt nicht mehr. Wir haben gleich gebunkert.
Ralf verliebte sich auf unserem weiteren Gang durch die Gärtnerei in ein zweisitziges Gartenmöbel. "Du och jag" genannt (Du und ich). Zwei schöne Holzsessel durch einen kleinen Tisch miteinander verbunden (der hat ein Loch fuer einen Sonnenschirm). Das ganze mit Rollen dran, so kann man es bequem von einem Sonnenplatz im Garten zum anderen kutschieren. Da das ganze zum halben Preis sein sollte und Ralf es sooooo schön fand, wurde es gekauft :-/ und ich bekam "nur" zwei Buesche: eine rote Johannisbeere und eine schwarze!! Alles in und trotz allem ein schöner Vormittag in Bollnäs.
Begruessung durch den grossen Panda mit Godis!

Musik *daumenhoch im grossen Ausstellungsgewächshaus

So schöne Orchideen.....

fantastische Gruenpflanzen ...

... und in einem eigenen Becken diese Wasserschildkröten

Hier wurden Apfelpfluecker aus Holz hergestellt ...

... und hier konnte man alle Apfelsorten kosten.

Und weiter ging´s - nach Söderala - ja schon wieder (hier ist was los!!!!) "Söderaladag"  Das "Söderala Bygdegård" ist sowas wie ein Dorfgemeinschaftshaus. Auch dieses kann von allen Gemeindemitgliedern - gegen Gebuehr - genutzt werden. Die Dorfgemeinschaft hatte zum Feiern eingeladen. Hier konnte man (wie fast auf allen Märkten und Festen) einen Lachs schätzen (habe ich auch nichts gewonnen *menno), einen kleinen Trödelmarkt durchstöbern, einer "Squerdancegruppe" bestaunen, Kolbulle oder Kaffee und Kuchen geniessen. Ausserdem waren alte Trecker und Zugmaschinen ausgestellt. Da wir noch relativ neue "Mitbuerger" hier sind, kannten wir nur ein oder zwei Leute. Aber das macht ja nix - lustig ist es immer.



... eine "hitzige" Angelegenheit

Natuerlich mit Lingonsylt und Lingondryck!!
Das wars aber noch nicht fuer den Tag. Wir "mussten" noch nach Bergvik. Dort gab es Pilze zu sehen. Eine kleine Ausstellung der Pilze, die man hier in der Gegend suchen und finden kann. Wir wollen ja nicht immer "nur" Pfifferlinge sammeln. Nach dem Kolbulle (das ist uebrigens sowas wie ein Pfannkuchen mit Speck, er wird - wie es frueher bei den Waldarbeitern ueblich war - ueber dem offenen Holzfeuer gebraten) wollten wir noch nen Kaffee haben. Und in Bergvik gabs Beides - Pilze und Kaffee!!
Dieses ist das "Industriemuseum" in Bergvik.
Das Museum beherbergt eine Ausstellung zu Carl Daniel Ekman, der eine der Arten von Cellulosegewinnung aus Holz herausfand.

Alle Pilze sind aus unseren Wäldern. Hier konnte ich in Natura mal sehen, was ich eigentlich nur aus meinen Buechern kannte.

Der September hatte einige schöne und warme Tage, eine gute Gelegenheit zusammen mit unseren deutschen Freunden aus dem Nachbarort und deren Kindern unser  "Kubb" -Spiel zu testen. Es werden mit Holzstöcken gegnerische Holzklötze abgeschossen bis zum Schluss der "Kubb" = König in der Mitte noch da ist. Anschliessend wurde gegrillt, auf dem offenen Feuer wurden Kolbulle gebacken und viel erzählt und Quatsch gemacht bis in den Abend hinein. Ein schöner Abschluss fuer einen schönen Sommer!!!








Lebensfreude pur!!


Die letzten Gurken im Gewächshaus.

Mein Platz!


Allen schmeckt es!

Kubb


Es war ein schöner Nachmittag und Abend - vielleicht der letzte in diesem Jahr??? In den folgenden Nächten wurde es dann kälter und 10 Tage später sah es an einem Morgen dann so aus:

Der erste Reif.
Aber schon am nächsten Tag wurde es wieder etwas wärmer und es regnete. Schade!!! Denn in Skärså gab es den nächten Herbstmarkt. Wir haben dem Wetter getrotzt und sind auch dahin gefahren :-)
Die armen Händler!! Aber scheinbar sind die das gewöhnt und alle waren trotz des Wetters guter Laune!




Hut mit "Wurmfortsatz"

Das Ohrenmodell ist auch nicht schlecht.


Ralf testete die neueste Hutmode. Den kleinen Hunger stillten wir mit einem "strömingsburger" - sehr lecker und eine gute Idee!!

Bei dem Wetter hatten wir aber keine grosse Lust weiter dort zu bleiben und fuhren wieder nach Hause. Es war noch sooo frueh am Tag und ich hatte Lust zu Backen. Ein ganzes Blech "kanelbullar" kam dabei raus und ein Hefeteig fuer die Brötchen am Sonntag auch noch.
Wenn es jetzt noch Geruchscomputer gäbe ;-))

Frisch gebacken, warm und knusprig

fast wie vom Bäcker :)

Der Sonntagmorgen fing also gut an!!  Wir waren mit Bekannten verabredet, Anke und Josef. Die brauchten ein bisschen Hilfe beim Ölwechsel an ihrem Auto. Das ging recht fix und nach Kaffee und Zimtschnecken sind wir zusammen los in den Wald um - was?? - Pilze zu sammeln!! Und wieder war es genug um eine schöne Mahlzeit am Abend zu haben.


 Und diesen huebschen Burschen fanden wir in unseren Chrysanthemensträuchern :-o  Was ist das wohl fuer ein Falter??



Den nächsten schönen Tag nutzten wir fuer einen kleinen Angelausflug auf dem Bergviken. Die Sonne schien, der Himmel war blau und warm angezogen gings los.

Ralf schaut, was ich mit der Angel mache ...

... ich versuche zu angeln ;-))

Das wars wohl fuer dieses Jahr auf dem See!! 
Demnächst wird das Boot aus dem Wasser geholt und wieder ans Haus gestellt. Und sollte es wieder erwarten noch mal gaaaaaanz tolles Wetter geben - mit dem Trailer sind wir schnell wieder da ;-)

Am Nachmittag beim Blick aus dem Kuechenfenster beobachten wir unsere Nachbarskatze Molly. Sie macht es sich bequem und beobachtet von dort aus die Umgebung und die Katzentuere in der Kellertuere.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!!

Eine Huebsche!!

Gestern waren wir mit unserer ehemaligen Lehrerin Margit und deren Klasse (Sfi) zum (man glaubt es kaum) Pilze sammeln :-))  Immer noch werden wir angesprochen, ob wir mitkommen wollen und ich solle doch die Pilze nachher mal anschauen und bestimmen ?????  Ich????  Ich bin selber noch nicht sicher beim Pilzesammeln aber kann zumindest aussortieren, was ich NICHT gesammelt hätte!!!  Aber nachdem wir nun doch diverse Male schon unterwegs waren, haben uns nicht mehr so wirklich angestrengt beim Sammeln. Auf jeden Fall ist jedoch jede Gang durch den Wald wie immer ein richtiges Vergnuegen. Es riecht so gut und es macht grossen Spass querfeldein ueber die dicken, oft mit Moos bewachsenen Steine zu klettern.
Die Sfi-Klasse sammelt sich.

Nochmal alle durchzählen ....
 Nachdem wir alle wohlbehalten auf dem Parkplatz eines kleinen Naturschutsgebietes ganz in der Nähe angekommen sind, wird noch mal durchgezählt.
.... und ab in den Wald!!

Moose so dick wie Bettdecken und genau so weich (nur etwas feuchter).

ein huebscher Fliegenpilz
 
Nach dem Pilze sammeln gibts die "fickapaus" - es wird ein Brot gegessen und Kaffee getrunken ...

... und alle Schueler wieder eingesammelt!!
Nach der Tour sind alle nochmal ins Klassenzimmer. Hier habe ich geschaut, dass niemand etwas aus dem Wald mit nach Hause nimmt, was ich nicht mitnehmen wuerde ;-)) 

Nun wisst ihr also wieder mal was hier so passiert ist. Mir tun die Finger weh. Es hat nun fast 2 Stunden gedauert, bis ich alles so hatte, wie ihr es lesen könnt. Viel Spass!!