Samstag, 6. Juni 2009

...vom Schock erholt!

Heute, am 6. Juni – ein nationaler Feiertag hier in Schweden http://de.wikipedia.org/wiki/Schwedischer_Nationalfeiertag – ist wieder Ruhe in unsere Gehirne und Emotionen eingekehrt. Leider ist das „blaue Haus“ auch bereits verkauft. Zwei Tage bevor wir uns zu einem Gebot entschlossen haben – menno!!!!
Wie gesagt, nachdem wir uns von unseren Enttäuschungen erholt haben, setzen wir unsere Häusersuche natürlich fort.
Am Donnerstag hat es hier angefangen zu regnen (auch der Himmel ist mit uns traurig gewesen) und es wurde immer kälter. Wir hatten einen Termin zu einer Hausbesichtigung ca. 140 km nördlich von hier. Ein Haus am See, sehr schön auch innen (lt. Bildern bei Hemnet). Der Preis entsprach zwar nicht ganz unseren Möglichkeiten aber wir hatten überlegt, evtl einen Teil hier in Schweden. zu finanzieren?? Um das abzuklären, rief Ralf morgens bei der Bank an. Da haben wir leider eine negative Antwort erhalten, was uns und Mikel vom Campingplatz schon sehr wunderte. Aber scheinbar geht es hier in Schweden ein bisschen nach dem Nasenprinzip und nach der Laune des Kreditvergebenden. Also haben wir das ersatzlos gestrichen. Unsere Finanzplanung steht und der Betrag, den wir für ein Haus ausgeben wollen steht auch – PUNKT! Dann haben wir den Besichtigungstermin abgesagt – denn lange Zähne wollen wir uns auch nicht machen ;-))
Mittags wollten wir uns einen Kaffee kochen, die Heizung lief auch, da war auf einmal das Gas weg. Ein Glück, wir haben eine zweite Flasche dabei. Und nach unserem Päuschen bei Kaffee und Keksen haben wir uns auf den Weg gemacht um eine neue Flasche zu besorgen. Das ist in Schweden nicht ganz so einfach. Hier können wir keine deutsche Flasche gegen eine schwedische tauschen. Also haben wir eine neue gekauft! Und dann war da noch das Problem mit dem Adapter. Der Schwedenanschluß passt nicht auf die deutsche Verbindung. Die Flasche haben wir an einer Tanke bekommen. Für den Anschluss sind wir dann erst mal von „Pontius zu Pilatus“ geschickt worden, bis wir den ultimativen Tip bekamen und bis Bollnäs fahren mussten – da gibt es einen Campingausstatter. Der Anschluss hat uns 132 SEK = ca. 12 EUR gekostet. Gefahren sind wir dafür ca. 140 km. Da muss man/frau sich in Schweden drauf einstellen – jaja!!
Am Nachmittag habe ich einen Fußpflegetermin gehabt. Jau – habe mir von Maja das Telefonbuch geben lassen und nach „Fodvård“ gesucht. Mit meinen 10 Wörtern schwedisch und halb englisch habe ich es geschafft, einen Termin zu buchen. Die Fußpflegerin war sehr nett und professionell und hat meine „Hufe“ frisch beschlagen. War das eine Wohltat!!!! Am schönsten ist ja immer noch die Massage am Schluß. Das war ein voller Erfolg. Leider ist es hier in Schweden etwas teurer als in Deutschland. 420 SEK = ca. 40 EUR habe ich bezahlt. Aber das war die Sache wert.
Am Abend haben wir uns ins Restaurang (so schreibt man das in Schweden) auf dem Campingplatz gesetzt und haben neue Häuser gesucht und natürlich auch gefunden. Dieses „Restaurang“ ist nicht wie in Deutschland zu sehen. Dies hier auf dem Campingplatz besteht aus einem großer Raum, es ist auch gleichzeitig die Rezeption, es gibt eine Theke (auch nicht wie in Deutschland) es ist hell und freundlich eingerichtet und man braucht nicht unbedingt was zu essen!!
Für gestern haben wir uns dann eine Route gemacht und nach einer sehr regnerischen und windreichen Nacht, haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg gemacht. Vorher haben wir unser Vorzelt noch mal gut befestigt.
Wir sind eine sehr große Runde gefahren. Es waren ungefähr 600 km und hatten 7 Häuser auf unserer Liste. Und zwei sind uns unterwegs noch „aufgefallen“. Von den sieben Häusern hatten zwei schon die „till salu“ Schilder weg, d.h. sie waren schon verkauft. Zwei haben uns nicht gefallen und drei haben wir in die engere Auswahl genommen. Von den beiden „zugelaufenen“ haben wir leider eins aus preislichen Gründen abhaken müssen – das war sooo schön, überstieg aber unsere Grenze deutlich. Und das zweite liegt relativ nahe an der Straße?? Da schauen wir evtl. noch mal genauer hin.

Heute fahren wir noch einmal zu einem der Häuser. Es ist ein sehr altes, von 1909, und recht preiswert. Leider gibt es im Internet keine Bilder von Innen zu sehen – dass macht uns etwas stutzig. Aber es liegt sehr schön im Wald und hat einige Nebengebäude. Na wir wollen es heute mal etwas genauer begucken. Und evtl. für Montag einen Maklertermin machen. Das andere aus unserer engen Auswahl liegt auch im Wald auch recht nahe an einer Straße jedoch von großen Bäumen abgeschattet. Es ist innen gut anzusehen (Bilder im Internet) und hat auch noch etwas mehr Grundstück. Hier ist offiziell ein Besichtigungstermin am 16.Juni. Das ist für uns ziemlich spät! Wir wollen versuchen, einen vorherigen Termin zu bekommen, damit wir evtl. unser Gebot schon abgeben können.
Ihr lest, wir haben was zu tun, wir langweilen uns nicht und wir suchen weiter. Es ist zwar manchmal frustrierend – da fährt man Kilometer um Kilometer und dann ist das Haus doof oder zu klein oder verkauft. Ach ja – Ralf hat auch noch einen Favoriten. Das Haus ist aber nur 80 m² groß. Da will er was anbauen – ich weiß nicht????? Na da können wir ja noch drüber diskutieren. Er macht auf schon mal Umbaupläne!

Dies für heute – Fortsetzung folgt (das ist keine Drohung)….

Ach und übrigens - ich freue mich über Kommentare!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Donnerstag, 4. Juni 2009

…..Satz mit X oder wie der Schwede sagt: Dåligt nyheter (schlechte Neuigkeiten)

Man glaubt es kaum aber es ist war. Dort wo unser schönes, apricot farbiges Hause steht, soll in der nächsten Umgebung eine riesige Windkraftanlage gebaut werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden in den nächsten zwei Jahren 150 Windkrafträder zwischen 150 bis 180 m Höhe gebaut werden – in Sichtweite!!!!!!!!!!!

Heute (Dienstag, 03.06.09) sind wir nach Gävle gefahren. Dort gibt es einen IKEA und einen riesigen Baumarkt von coop. Wir wollten schon mal nach einer neuen Küche und nach Gartengeräten – u.a. einer Kettensäge ;-) – schauen. Auf dem Rückweg haben wir beschlossen, noch mal in Svartnäs vorbei zu fahren. Auch, um mal ein paar Fotos mehr zu machen und die allgemeine Neugierde zu befriedigen. Aber auch einfach mal so, in reiner Vorfreude. Wir sind ums Haus gegangen, haben Fotos gemacht und darüber diskutiert, wo denn evtl. das Gästehaus hin soll. Nachdem wir alles ausgiebig angeschaut hatten wollten wir losfahren. An dem großen Gebäude unterhalb gegenüber dem Haus war ein Mann bei der Arbeit. Da wir immer noch nicht wissen, was in dem Gebäude passiert, bin ich einfach mal zu ihm hin und habe neugierig in gebrochenem schwedisch gefragt, was es mit dem großen Gebäude auf sich hat. Leider konnte ich die Antwort nicht verstehen aber der Mann sprach ganz gut englisch. Es stellte sich heraus, dass er der Besitzer dieses Gebäudes - und noch von einigen anderen - ist, und dort im Winter Freizeitaktivitäten mit Schneescootern organisiert. Er hat auch Platz für Wohnwagenüberwinterung. Wir haben ihn dann nach „unserem“ Haus gefragt. Er kannte es aber konnte ansonsten nichts darüber sagen, nur dass es schon länger, so ca. 2 – 3 Jahre, zum Verkauf steht!!!! Das wussten wir nicht. Und dann machte er uns darauf aufmerksam, dass diese Windkraftanlage gebaut werden soll. Er und alle im Dorf hatten vor einigen Wochen eine Mitteilung darüber bekommen und in der vergangenen Woche war eine Infoveranstaltung im Ort gewesen. Er selber ist darüber überhaupt nicht begeistert. Er erzählt, dass er für seine Firma mit der unberührten Natur wirbt. Und wenn dann irgendwann diese Windräder auf den umliegenden Hügeln stehen, ist es aus mit unberührter Natur. WIR WAREN GESCHOCKT!!!!! Das wollen wir auch nicht haben. Es ist zwar nicht 100%ig sicher aber auf so was wollen wir uns denn auch nicht einlassen. Und so sind wir dann, ziemlich niedergeschlagen, wieder zu unserem Standort Ljusne zurückgefahren.
Mit einem Schlenker zu unserem zweitliebsten Objekt: Das blaue Haus!! Das liegt in der Gemeinde Valsbo. Das hatte uns ja auch ganz gut gefallen. Das Schild „till salu“ steht noch dort. Also haben wir darauf noch Hoffnung. Drückt uns die Daumen – ALLE!!!!

In Ljusne angekommen sind wir erst mal ins Restaurant und haben die „bad news“ Mikel und Maja erzählt, die auch ganz geschockt waren. Außerdem haben wir Janne Bescheid gegeben. Erstens, dass er dem Baubesichtiger absagt und den Verkäufern Bescheid gibt und zweitens, dass er für das blaue Haus Kontakt aufnimmt und ein Gebot für uns abgibt. Das will er morgen machen und nun warten wir auf eine positive Nachricht.

Gestern haben wir für mein Telefon eine pre payd Karte eines schwedischen Anbieters (Telia) geholt. Ich habe jetzt also auch eine schwedische Telefonnummer. Wenn wir hier mit Janne oder auch mal wieder mit Maklern telefonieren müssen, ist es so preiswerter!!

Mikel und Maja, unsere Campingplatzgastgeber, waren auch ganz traurig mit uns. Mikel hat sich gleich an seinen PC gesetzt und neue Häuser für uns gesucht. Nun haben wir noch zwei schöne Objekte im Auge. Die werden wir dann in den nächsten Tagen ansehen.

Fortsetzung folgt……………

Dienstag, 2. Juni 2009

Versenkt!!

Es ist soweit – wir haben DAS Haus. Und ich sage nur: „Code apricot!“

Irgendwie hat sich alles doch darauf hin zugespitzt. Die Häuser, die wir nach dem apricot farbigen gesehen hatten, waren im Vergleich zu diesem einfach nicht mehr schön und hatten irgendeinen Makel. Na ja, es war ja auch so!!
Entweder stand ein Haus an einer viel zu belebten Straße oder ein anderes war zu runtergekommen. Noch eins hatte zwar ein großes Grundstück, aber das Haus war zu klein. Oder das Haus war zu groß und das Grundstück zu klein oder sie waren schon vergeben.Und eins haben wir erst gar nicht gefunden. Eigentlich war das nie ein größeres Problem aber dieses hat sich wirklich gut versteckt. Dazu kam, dass das „till salu“-Schild nicht mehr zu sehen war. Letztendlich haben wir uns entschieden, keine weiteren Häuser mehr anzuschauen. Denn mehr ZEICHEN kann man/frau nicht bekommen!!!!!!!!! Oder??

Wir sind dann aus der Kommun Kramfors – hier waren es noch mal drei Häuser, die wir gesichtet haben – wieder nach Ljusne gefahren. Ohne noch nach Vemdalen, ein Ort in Härjedalen mit schönem Campingplatz, zu kutschieren. Endlich konnte ich Ralf mal überzeugen. Alles deutete eh darauf hin, dass es „apricot“ werden sollte. Warum noch mal über 400 km fahren um zwei Häuser nicht zu wollen und dann wieder auf „apricot“ zurück zu kommen????

Hier auf dem Campingplatz Ljusnefors haben wir uns beim letzten mal wohl gefühlt und die beiden Besitzer haben uns sehr nett unterstützt. In jeder Hinsicht!! Mikel und Maja, die beiden sind Holländer (ich glaube ich hatte schon erwähnt, dass die Campingplätze in Schweden in holländischer Hand sind *gggg) und haben diesen Platz vor vier Jahren gekauft. Sie können schon sehr gut schwedisch und haben uns an einen Anwalt vermittelt, der ihnen damals beim Hauskauf und bei vielen anderen Sachen geholfen hatte und der mittlerweile ein Freund der beiden ist.

Aber ich muss mal ein bisschen ausholen (keiner lacht jetzt!!!!). Wir hatten das Haus bereits besichtigt. Die Eigentümer waren selber dort, da der Makler kein englisch konnte und sich möglicherweise nicht getraut hat (das erkläre ich später)??!! Das Haus hatte es uns beiden sofort angetan. Ich behaupte, es hatte eine gute Aura. Ralf meint, es hat eine recht gute Ausstattung. Es sind noch einige „Baustellen“ zu beseitigen. Restrenovierungsarbeiten, die der Eigentümer nicht geschafft hat. Aber so haben wir es uns eigentlich auch vorgestellt. Nix fertiges! Es bekommt unsere Handschrift.
Wir verabredeten mit dem Eigentümer und seiner Frau – in englisch und schwedisch und deutsch -, das wir noch einige Häuser anschauen wollten und spätestens nach zwei Wochen unsere Entscheidung treffen würden. Die Beiden, sie sind übrigens aus Ungarn und haben uns sehr nett begrüßt und später auch noch mit Kaffee und Keksen bewirtet, leben schon seit 30 Jahren in Schweden in Uppsala und wollen das Geld aus dem Verkauf des Hauses, das sie nur als Ferienhaus genutzt hatten, für ihr Ferienhaus in Ungarn benutzen. Sie kommen vom Balaton.
Nun war es soweit und wir hatten einen netten Brief aufgesetzt. Hierin stand, dass wir uns für DAS Haus entschieden haben und wir würden 300.000 SEK bieten. Die E-Mail Addi und Tel.Nummern waren ausgetauscht. Unsere Freundin Karin wollten wir bitten, diesen ins schwedische zu übersetzen. Nach einem Anruf in Deutschland war auch alles geregelt und die Mail ging ab. Für den kommenden Montag hatten wir bereits einen Termin mit dem Anwalt vereinbart, um alles um den Kauf zu besprechen.
Soweit – sogut!! Doch es kam anders!!
Am nächsten Morgen – Pfingstmontag, der aber in Schweden kein Feiertag ist – versuchte ich die von Karin angekündigte Übersetzung zu erhalten. Aber, nix passierte. Kein einziger Internetzugang von 6 Stück funktionierte (Ich bekomme von Mikel kleine Karten mit verschiedenen Zugangscodes. Diese gelten dann jeweils für eine Stunde). Mir standen die Haare zu Berge und nach fast einer Stunde habe ich es dann aufgegeben. Mikel rief den Provider dann an und fragte was denn los sei. Und dann kam heraus, dass es in Stockholm, wo der Server des Providers steht, einen Riesenstromausfall aufgrund eines Großbrandes gegeben hatte. Ganz Stockholm war ohne Strom. Na da konnte ich lange versuchen. Mikel und Maja nutzen privat einen anderen Anbieter, deren Server nicht in Stockholm steht und boten mir an, es auf diesem Umweg zu versuchen. Da war ich dann aber mit meinem Latein am Ende. Irgendwie hatte ich es immer verpasst, mir die Geschichte mit dem E-Mail abrufen über den Nordcom Server anzueignen. Also war diese Chance leider vergeben.
Ich sah schon wieder mal alle Felle wegschwimmen.
Dann wurde es fünf Uhr. In der Zwischenzeit habe ich unsere große Wäsche erledigt. Janne, der Anwalt war da und wir haben uns zusammengesetzt und die Sachlage besprochen. Er kann deutsch aber besser ging es auf englisch. Ihm haben wir dann alles erzählt und er bot sich an, mit dem Eigentümer zu sprechen. Einzelheiten waren schnell besprochen und er versuchte Nandor (so heißt der jetzige Eigentümer) zu erreichen. Auf beiden Telefonen war nix zu machen. ER war nicht zu erreichen ….. meine Nerven waren zum Zerreißen gespannt.

Janne bot uns dann an, es in einer halben Stunde nochmals zu versuchen und uns dann natürlich auch zu benachrichtigen. Gesagt, getan. Er fuhr vom Platz und wir waren mit unserem Wunsch („das Haus soll unser werden“) erst mal alleine. Wir saßen grübelnd vor dem Wohnwagen in der Sonne als Mikel kam und uns mitteilte, dass Janne mit Nandor gesprochen hatte und dieser den Preis akzeptieren würde. Alles würde geklärt werden können.JUCHHUUUUU!!!!!!!!
Bei dieser Gelegenheit hatte Janne auch herausgefunden, das Nandor scheinbar von seinem Makler (und dies ist sehrwahrscheinlich auch der Grund, warum der nix getan hat und „no englisch“ vorgeschoben hatte) ein bisschen über den Tisch gezogen werden sollte. Dieser wollte Nandor nämlich 18% Maklergebühren aus der Tasche rödeln *kopfschüttel!!!!!! Das sind hier in Schweden die absoluten Wuchergebühren. In der Regel nehmen die Makler hier um 5 – 6% - das ist normal. Da aber der Vertrag mit dem Makler – der übrigens Håkan heißt – schon über drei Monate läuft, wäre dieser jetzt hinfällig. Und somit kann sich Håkan die Knete „an die Backe schmieren“ :-) :-) Janne übernimmt die Vermittlung zu einem geringeren Preis und somit sind alle glücklich. Wir zahlen möglicherweise sogar noch weniger. Denn erst mal geht jetzt der „Bausachverständige“ durch das Haus – der wurde übrigens auch von Janne schon angagiert – und danach wird man eventuell noch mal über den Preis reden können – so sieht es aus!!
Also noch mal in Kürze – sollten sich bei der Besichtigung durch den Sachverständigen keine Riesenmängel wie morsches Dachgebälk oder unterirdische Seenlandschaften oder Holzbock in den Außenwänden herausstellen, dann wird der Vertrag im Laufe der kommenden Woche unterschrieben und wir sind Eigentümer eines apricot farbigen Hauses in Svartnäs.

Bilder folgen!!!!

Sonntag, 31. Mai 2009

Suche!!

Wir sind nun von Ljusne nach Ljusdal gefahren. Das waren nur 120 km. Hier hatten wir zwei Häuser zu besichtigen. Die Campingplatzbetreiber, auch mal wieder Holländer, hatten auch noch eins im Angebot, ein ziemlich altes!! Mit altem Inventar. Das hätte jede Menge Arbeit bedeutet. Wir haben alle angeschaut. Leider waren die zwei Häuser aus Hemnet auch nix für uns und so sind wir nach einer Nacht schon weiter gewandert. Wir haben dann in Stöde einen CP gesucht, da wir hier in der Gegend zwei weitere Häuser von unserer Liste anschauen wollten. Der Campingplatz war überhaupt nicht schön und darum haben wir den Hänger abgekuppelt und am Friedhof abgestellt und die beiden Häuser gesucht. Wir haben sie auch gefunden. Jedoch fehlte bei einem das Schild "till salu" und das andere hätten wir erst in 4 Tagen besichtigen können. Also haben wir das gleich abgehakt und unseren Hänger wieder angehakt und sind weiter gefahren bis hinter Harnösand. Kurz vor Ramvik haben wir einen süßen, kleinen Campingplatz gefunden. Am Storfjärden, dass ist der Ausgang des Angermanälven zur Ostsee. Sehr idyllisch gelegen. Auch hier hatten wir 2 Häuser auf der Liste.
Ich hoffe, Ihr könnt die Bilder zuordnen. Diese Dämmerungsaufnahme habe ich auf dem CP Snibbens bei Ramvik gemacht.

Die Häuser dort in der Gegend waren alle schon verkauft. Erst mal haben wir gesucht und gesucht und gesucht. Und dann stellte sich heraus, dass die Schilder "till salu" weg waren. Das heißt, sie sind schon vergeben. Es wäre aber auch keins für uns dabei gewesen.

Eines - ein rotes - stand direkt an der 90 mit einer der meistbefahrenen Straßen in Schweden. Ein anderes sah schon ziemlich mitgenommen aus und das dritte war wirklich in der Wildnis.
Nun sind wir zurück in Ljusdal und schauen nach "apricot", "blau" und "weiß" - wer weiß?????




Natürlich haben wir uns zwischendurch die Gegend angeschaut. Haben wieder mal die unbeschreiblichen Wege befahren und uns unbeschreiblich amüsiert.

Hier eine der Brücken über den Angemanälven.

Diese Gegend da oben ist auch bekannt unter dem Begriff "Höga Kusten". Landschaftlich erinnert es, lt. Ralf, ein klitzekleines bisschen an Norwegen. Also mir sind die Berge hier schon zu hoch gewesen. Wir haben auch noch einen kleinen Umweg über einen Outletverkauf von "Fjäll Räven" gemacht. Alles in Zwergengrößen (also nix für mich). Ralf hat zugeschlagen. Es sei ihm gegönnt. Und hübsch sieht er jetzt auch noch aus ;-))

Donnerstag, 28. Mai 2009

Treffer!!!!

Jaaaaa - eigentlich könnte ich auf der Stelle aufhören zu suchen. Ich habe mein Haus gefunden!! Es ist in "apricot" angemalt, steht auf einer kleinen Anhöhe, hat einen Sonnenbalkon mit Blick auf einen See und wir könnten eigentlich gleich einziehen. Aber mein Ralf sagt, lass uns noch ein paar von den Häusern anschauen, die wir ausgesucht haben. Und jetzt, nachdem wir eine Nacht darüber geschlafen haben, bin ich dazu auch bereit.


Jedoch, die Liste wurde noch mal gründlich ausgesiebt. Da wir nun schon einige Häuser hier angeschaut haben, wissen wir schon, auf was wir achten müssen. Und unsere Vorstellung von "unserem" Haus wird immer klarer (und das apricotfarbene kommt diesen Vorstellungen ziemlich nahe).
Der Garten hat eine überschaubare Größe (ca. 1.250 m²), das Haus hat 88 m² aber wir haben Möglichkeiten dort ein Gästehaus zu bauen - das ist in Schweden kein Problem! Außerdem gibt es im Haus eine Fußbodenheizung in Küche, Diele und oben im Bad, in dem auch eine kleine Sauna ist, ist auch Fußbodenheizung. Wenn wir wollten, könnten wir sofort dort einziehen. Das Haus ist in einem winzigen Ort "Svartnäs". Im Winter, Ende Februar, treffen sich hier Musher mit ihren Schlitten und Hunden zu einem Rennen. Es soll hier Bären geben, Elche natürlich und andere Waldtiere wie Luchs, Dachs und Fuchs gibt es auch. Wie gesagt, ich könnte auf der Stelle JA sagen.
Heute ist Donnerstag! Wir sind am Morgen von Ljusne in Richtung Norden aufgebrochen. Es waren nur so ca. 120 km. Wir stehen auf einem CP in Ljusdal an einem schönen See. Hier haben wir uns auch zwei Häuser schon von außen angeschaut und gleich von unserer Liste gestrichen. Morgen geht es nach Stöde. Dort in der näheren Umgebung haben wir auch zwei Häuser, die noch gesichtet werden wollen. Insgesamt ist die "Liste" auf 8 Häuser geschrumpft. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie stressig das sein kann, Häuser zu suchen - und hier sind das keine kleinen Entfernungen - und anzuschauen.




Aber das haben wir uns auch schon so gedacht. Die Wege sind oft auch sehr schön, vor allem, wenn man durch etwas weniger bewohntes Gebiet fährt. Hier mal ein Waldstück, in dem es auffallend wenig Felsbrocken gibt dafür aber um so mehr das in Deutschland unter dem Begriff "Isländisches Moos" bekannte Kraut. Sieht aus wie ein Märchenwald.



Die Straße hat ihren eigenen Charme. Warum sie manchmal rosa schimmert ist mir erst bewußt geworden, nachdem ich sie mal genau angeschaut habe.
Das Wetter ist wirklich ganz lustig hier. Nun sind wir ja schon 12 Tage hier und die Regenfälle haben sich immer wieder schnell aufgelöst. Wir haben z.Zt. den schönsten Sonnenschein. Es war ein bisschen stürmisch, so dass wir unser Vorzelt nicht mehr aufgebaut haben. Aber da wir nur eine Nacht hier in Ljusdal bleiben wollen, macht das nix. Wenns trocken ist, kann man sich gut draußen aufhalten.

Dienstag, 26. Mai 2009

Maklertermine

Am Sonntag hatten wir die Makler per E-Mail kontaktiert und hofften, dass diese uns dann für Montag schon Termine geben. Die Hoffnung war vergebens – ein einziger hatte sich Montagmorgen gemeldet und auch noch ausgerechnet als Ralf beim Duschen war. Da musste ich ran!! Ralf spricht eindeutig besser Englisch als ich aber ich habe mich gut geschlagen und konnte mit Owe (gesprochen Uwe) einen Termin für Dienstagmorgen 11.00 h absprechen. Das blaue Haus in der Nähe von Ockelbo (das ist übrigens der Ort, wo der zukünftige Gatte der Prinzessin Victoria von Schweden herkommt – wau!!), im Wald versteckt. Das hatten wir bei unserer Rundreise gar nicht gefunden und so hatte ich Owe nach dem Weg dorthin gefragt. Im Grunde ganz einfach zu finden – wir sind da wohl dran vorbeigerauscht.
Die anderen Makler hat Ralf dann angerufen und Termine abgesprochen. Am Montag ging leider gar nix. Für heute, Dienstag, hatten wir dann denn um 11 Uhr und einen zweiten um 14 Uhr. Das passte gut. Am Montag sind wir dann am Nachmittag noch mal los um das blaue Haus zu finden. Unser Weg war mal wieder völlig unkonventionell, da ich am Rande der Straße ein kleines Schildchen entdeckte: till salu“ (zu verkaufen) und wir einfach mal diesem Hinweis folgten. Dieses Haus lag auch sehr versteckt im Wald aber direkt unter einer Hochspannungsleitung, die laut brummend das einzige war, was man außer den Vögeln, hören konnte. Ne ne – diesem Elektrosmog wollten wir uns nicht aussetzen. Und wir sind einem weiteren Schild „zu verkaufen“ gefolgt. Dieses hat uns aber dermaßen in die Pampas geführt *kopfschüttel. Sehr abenteuerlich, für uns und unser Auto. Vor lauter Attraktion habe ich KEINE Fotos gemacht – doof!. Nach ca. 15 km und gut 45 Minuten waren wir dann durch dieses Waldstück durch – kein weiteres Haus weit und breit zu sehen aber wieder mal „Natur pur“– und kamen an einen Zaun – ahhhhh!! Der Weg ging auf die Schnellstraße. Der Zaun war GsD zu öffnen. Wir sind schnell auf die Schnellstraße eingebogen – das könnt Ihr glauben!! Schweden hat supergute Straßen. Und wenn man sich an diese hält, kommt Mann und Frau und Kind und Kegel auch supergut an sein Ziel. Aber die Tyska (Deutschen) auf Haussuche sind da gerne Abenteuerbereit. Es wird Zeit für ein anderes Auto. Ein Meriva ist und bleibt ein Straßenauto und wird kein SUV – auch wenn er noch so schmutzig ist :-)

Klaro haben wir dann das blaue Haus gefunden. Es ist wirklich schön gelegen. Es fehlt zwar ein Gästehaus – das hat fast jedes schwedische Haus – aber was nicht ist kann man ja noch bauen. Wir sind dann „umzu“ gelaufen und haben uns das Häuschen schon mal von außen genau angesehen und haben das ca. 1.900 m² großen Grundstück erkundet.
Nachdem wir alles gesehen hatten was wir sehen konnten, haben wir uns wieder auf die Söckchen gemacht und sind noch mal an das Haus in Svartnäs gefahren. Apricotfarben ist es angemalt. Die Nebengebäude sahen auch bei schönem Wetter gut aus und das große Gebäude, was wir auf dem Lageplan bei Hemnet (Uwe und Karin, Ihr erinnert Euch??? Wir dachten es wäre eine Schule oder so was) gesehen hatten, entpuppte sich als Garage für Straßenbaumaschinen bzw. so was wie eine kommunale Straßenbauverwaltungsstelle???? Es standen auf jeden Fall Straßenbaumaschinen und kleine Bagger davor. Aber alles sehr verlassen und ruhig. Überhaupt – in allen Orten, in denen wir bis jetzt Häuser angeschaut haben, waren kaum Leute zu sehen. Egal ob am Vormittag oder am Nachmittag. Wo sind die alle???? Beim Einkaufen haben wir wohl Leute getroffen. Aber auch wenige.

Nach den heutigen (Dienstag 26.05.09) Innenbesichtigungen des blauen Hauses in Vallsbo/Ocklebo und des weißen Hauses in Viksjöfors (das ist bei Edsbyn – für die, die mal auf der Karte gucken wollen) haben wir zwei Favoriten. Und hier mal ein paar Fotos:


























Heute sind wir auch brav auf der Straße geblieben und sind dementsprechend zügig vorangekommen. Mittlerweile kennen wir uns hier ja schon ganz schön aus. Zum zweiten Termin hatten wir noch gut Zeit und haben uns bei ICA was fürs Mittagessen geholt. Außerdem habe ich meinen ersten vollständigen Satz auf Schwedisch sagen können und die Verkäuferin hat mich sogar verstanden – juchu!! (wir brauchten was gegen Mückenstiche) Am weißen Haus gibt es einen Sonnenplatz. Dort haben wir es uns gemütlich gemacht und unser Picknick genossen. Der Makler – Per Tynell – kam pünktlich und hat uns alles gezeigt. Auch Owe am Vormittag war pünktlich und beide waren äußerst freundlich.
Auf der Rückfahrt haben wir unser Abendessen eingekauft. Heute gibt es Nudeln mit Sauce Bolognese und Tomatensalat.

Samstag, 23. Mai 2009

und noch mal Samstag

Nach dem Frühstück und allen anderen Aktivitäten des Morgens haben wir uns auf den Weg nach Söderhamn gemacht. Eigentlich wollten wir ja nur ein paar Lebensmittel einkaufen und mal so schauen, was die Stadt zu bieten hat – ist ja nur was Kleines.
Und dann war das zu sehen:



















Danach sind wir Richtung Ostsee gefahren, haben uns an den Strand gesetzt (die Ostsee im Ganzen war nicht zu sehen, da viele kleine Inselchen den Blick versperren) und ein kleines Picknick gemacht.