Montag, 4. April 2011

die allerletzten Märztage in Bildern

 

















Es schneit nochmal.
Fantastisches Licht
Schneegestöber
Tja - da hatten wir tatsächlich gedacht, es wäre vorbei und da kam es nochmal. Ca. 20 cm schneite es den ganzen Tag. Was macht man, wenn das Wetter es so gar nicht gut mit einem meint? Siehe unten :-))

BACKEN!!!
Brownies

Vollkornbrot































FAULENZEN

Mittwoch, 30. März 2011

letzte Märztage

Nachdem der März mit Schneegestöber endet, hoffen wir nun, dass es bald wirklich taut. Immer noch liegt der Schnee auf Feldern und Wiesen. Die ersten Aprilwetter ziehen durch das Land. Manchmal haben wir um die Mittagszeit schon 5° - 8°C. Aber fast jede Nacht fällt das Thermometer noch unter 0°C, -4°C sind ganz gewöhnlich hier.Auch unsere schwedischen Nachbarn finden, dass es nun reicht.
Aber in 7 von 10 Tagen scheint die Sonne - das ist toll. Da kommt einem der Winter gar nicht so schlimm vor. Na ja - und außerdem können wir auch nix am Wetter ändern.
Die Renovierungsarbeiten gehen voran. Wir haben uns für Holzpaneelverkleidung entschieden. Die wird noch weiß gestrichen. Dann können wir oben wieder einrichten.
Unser Schulbesuch zeigt gute Vortschritte. Nicht nur, dass wir schwedisch sprechen, nein - wir verstehen auch schon jede Menge!! Das ist von Vorteil :-)
So auch bei meiner ersten Tupperparty auf schwedisch. Einige Teile meiner Tuppersammlung waren kaputt, einiges habe ich nach zu bestellen. Ich habe in der Schule rumgefragt und einfach mal die Info an die Tafel geschrieben. Eine Lehrerin und eine Mitschülerin (übrigens aus Zimbabwe), unsere Freundin Maja vom Campingplatz in Ljusne und zwei unserer Nachbarinnen waren bei mir zu Gast. Die Tupperberaterin kam aus Söderhamn und war sehr jung. Aber alles ist gut gelaufen - wie gesagt, ich habe auch sehr viel verstanden und so konnte ich meine Wünsche loswerden und in 14 Tagen kommen die Sachen. Im Grunde genommen läuft auf schwedischen Tupperpartys alles wie bei deutschen Tupperpartys. Lustig!!!

Montag, 21. März 2011

Frühlingsanfang

Ja - auch bei uns scheint es so. Erst gestern habe ich vermutet, dass es noch nicht so weit ist. Aber - DENKSTE!! Heute morgen bei herrlichstem Sonnenschein und schon 5° PLUS zur Schule gefahren. Heute Mittag hatten wir 10° PLUS und immer noch den schönsten Sonnenschein. Und selbst jetzt haben wir noch 9° PLUS. Es tropft und taut und überall steht Wasser. Und mich animiert es zum Malen *gg

oben vertreibt der Frühlin den Winter - links unten ist mein inneres Frühlingserwachen zu sehen :-) und daneben unsere Traubenhyazinthen vom Fensterbrett

Sonntag, 20. März 2011

Renovieren

Da der Winter uns immer noch so ziemlich im Griff hat, bleibt uns nix anderes übrig, als im Haus zu arbeiten. Na ja - Frühlingsanfang ist ja schließlich erst der 22. März und da sind es noch ein paar letzte Tage hin :-)
Der Vollfrühling beginnt in Europa im Südwesten Portugals bei Faro Ende Februar und zieht weiter nach Nordosten, wo er etwa am 20. April mit der Oberrheinischen Tiefebene Deutschland erreicht. Danach zieht er im flachen Lande zügig weiter bis nach Finnland, das er Ende Mai erreicht. Er benötigt etwa 90 Tage für die Strecke von etwa 3.600 Kilometer. Er zieht also mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 40 Kilometer pro Tag durch Europa.
An einem 100-jährigen Haus gibt es immer was zu tun. Ein Glück, dass es so gut im Stand ist. Dach, Schornstein und alle anderen wichtigen Wände und Böden sind gut in Ordnung. Auch innen - wie viele, die uns schon besucht haben, feststellen konnten - ist es gut beschaffen. Nur hier und dort gibt es noch "Verbesserungen".
Der obere Flur, in Schweden heißt es "övre våning", bedarf einer kräftigen Verschönerung. Schon lange haben wir uns überlegt, wie die sein könnte. Der schöne, alte Holzbohlenboden soll erhalten bleiben ebenso die Abtrennung zur Treppe. Aber die Wände!!! Hier sind noch so einige Schichten alte Tapete drauf und damit hatten wir ein Problem. Aber nach einigen Recherchen und Nachfragen nicht nur im Web sondern auch bei unseren deutschen Bekannten, die hier ganz in der Nähe auch in einem alten schwedischen Haus wohnen, wissen wir nun, wie es gehen könnte.
Und so haben wir uns auf die Suche gemacht. Tapete sollte es sein. Und zwar typische, stilistisch "korrekte", schwedische Tapete. Und sie sollte zu der Tapete passen, die im untern Flur an den Wänden ist,  übrigens ein altes hälsingländische Muster, welches schon in den alten Bauernhäusern - Helsingegård - von Hand an die Wände gemalt wurde. Wir entschieden uns für eine gestreifte, ganz helles beige und cremeweiß. Denn, der neue Boden im unteren Flur und auf der Treppe, soll auch sehr hell werden.
Ganz am Anfang hatten wir mal überlegt, alles mit Paneelen zu verkleiden, da waren wir dann wieder von abgekommen.
Nun machte Ralf sich dran, die alten Tapeten so weit wie möglich runter zu holen. Klar war auch, dass - sobald unsere Kasse mal wieder besser gefüllt ist - eine neue Türe und ein neues Fenster oben einzubauen. Aber so lange sollte es erst mal mit neuer Tapete gut sein. Beim Abreissen machten wir dann doch einige Entdeckungen. Unter der Schräge, wo unser Schreibtisch steht, ist unter der Tapete eine mit Holzlatten zugekloppte Öffnung. Sehrwahrscheinlich ein Zugang unter das Dach???????? OK - das müsste neu verkleidet werden, evtl. mit einer dünnen Presspappe??? An der Wand zum begehbaren Kleiderschrank und zum Schlafzimmer war auch was mit dickerer Pappe abgeklebt. Da bin ich dann mal etwas beherzt drangegangen und zum Vorschein kam eine mit Holzpaneelen verkleidete Wand!!!! Tja - was nun tun.

Nach wiederrum längerem Überlegen und Abwägen haben wir uns dann doch entschlossen alle Wände mit Holzpaneelen zu verkleiden und diese matt weiss zu streichen. Wie ihr am obigen Bild sehen könnt, ist die Decke schon weiß lassiert. Es wird hell und schön. Die Türzargen und die Türen werden natürlich auch noch verschönert und sollen weiß lackiert werden.
Wie gesagt - es ist noch hin zum Frühling, wir haben noch Zeit.

Dienstag, 15. März 2011

Japan

Wie schrecklich!!!!! Bei den Bildern fehlen uns die Worte. Ralf und ich sitzen da und sind total betroffen. Hilflosigkeit macht sich breit, bei dem Gedanken, wieviele Menschen dort tot, vermisst, verletzt ohne Haus und Unterkunft sind.
Wir verfolgen die Nachrichten bei deutschsprachigen Sendern.
Auch die Schweden sind betroffen. Leider verstehen wir nicht alles; die Diskussion um und ob welche abgeschaltet werden sollen, geht ein bisschen an uns vorüber. Das, was in Deutschland politisch passiert, bekommen wir natürlich mit. Sind erstaunt und verärgert aber auch überrascht. Wie schnell aufeinmal was passieren kann.

Montag, 14. März 2011

Brot und andere Leckereien

Hier will ich Euch doch mal meine "Werke" vorstellen. Seit neuestem bin ich zum Sauerteig-Bäcker geworden. Und es schmeckt und klappt von mal zu mal besser. Natürlich habe ich auch Rückschläge - aber ich backe weiter!!!!!!!!!!!

Mein allererstes, mit eigenem gezüchteten und fünf Tage gehegten Sauerteig, gebackenes Mischbrot.
Ein Körnerbrot mit viel Roggen
Mein erstes Schwarzbrot - leider ein bisschen klitschig :-( aber geschmeckt hat es trotzdem.
Buttermilchbrot - ohne Buttermilch. Milch gibt es hier in allen Sorten aber ... Buttermilch fehlt. Also Quark verdünnt mit Wasser tut seine Dienste ;-)
Weizensauerteig - wie der geht!!!!!!!!!!!!!!
Links der nächste Schwarzbrotversuch - rechts, ein Toastbrot aus Weizensauerteig.
Tosastbrot fertisch!!
Schwarzbrot auch!!
So wie es aussieht schmeckt es auch.
Ein paar Sonnenblumenkerne verbessern den Geschmack - und diesmal ist es mir gut gelungen -will ich meinen.
Nusskuchen aus Sauerteig - jahaaaaaaaaaa!
Mein erstes Weizenmischbrot.
Ohne Gärkörbchen, trotzdem "frei geschoben" wie der Bäcker sagt *ggg
Das sind Walnuss-Apfel-Muffins aus Roggenteig - sehr lecker - kein Brot aber trotzdem ;-)
Mein geliebter Wackelpeter!! Wird immer auf Vorrat zubereitet. Schmeckt hervorragend mit Vanilje visp - sowas wie Sahne mit Vanillegeschmack oder ähnlich wie Vanillesoße - yammi
Lisa - es schmeckt ihm!!!!!!!!!!!!

Futterhausimpressionen - auch ein Eichhörnchen braucht Körner

bei W. in Härjedalen - Teil 2

Nachdem wir wieder im "Häusschen" waren, haben wir noch lange zusammen gesessen und gequatscht. Aber irgendwann muss man ja auch schlafen. Auch in dieser Nacht hatte ich wieder ein nettes Schnarchkonzert. Den guten Ralfmann konnte ich ja GsD immer in die Seite stupsen. Aber W. im "Obergeschoß"?????
Aber auch diese Nacht ging vorrüber und nach unseren Morgentoilette und einem leckeren Frühstück - diesmal sogar mit gekochtem Frühstücksei - haben wir uns auf den Weg nach Funäsdalen gemacht. Vom 1. bis zum 5. März fanden dort die Sami Kulturtage statt.


Herrliches Wetter jedoch sehr kalt. Darum lange Unterhose, Schneehose, dicker Pullover, Handschuhe und natürlich ne Mütze waren Pflicht. Und der Fotoapparat.

Der Eingang zum "Festplatz"
Fast zahme Rentiere - die wurden vor einen Schlitten gespannt und man konnte ne Runde über den See machen.

Hier konnte man üben, Rentiere mit dem Samen-Lasso zu fangen.
Imposantes Geweih!!
Dieses Gras wurde und wird gesammelt, gekämmt und getrocknet - quasi ganz feines Heu.
Man schlägt es auf ein mit Nägeln gespicktes Holz, dadurch zerfasert das Gras - fast wie beim Flachs.
Diese original Samen Schuhe sind extra weit im Schaft - hier wird das feine Heu reingestopft. Das gab und gibt warme Füße.
Und es kann sehr lange verwendet werden. Nimmt keine Gerüche an und hält die Füße warm und trocken.
Leider verließ mich dann mein Fotoapparat bzw. die Batterie. Diese Bilder sind vom letzten Jahr. Aber in diesem Jahr war es fast genau so. Die Modenschau haben wir leider verpasst :-( auch die Tänze. Aber man kann nicht überall sein und alles sehen - leider.
Danach haben wir uns noch gemütlich ins Fjällmuseum gesetzt. Hier gibt es ein gemütliches Kaffee. Kaffe, soviel man will und ein leckeres Stückchen Kuchen am, mit Holz beheiztem, offenen Kamin. Guckst Du hier!!
Der Tag war schnell vorbei. Am Abend haben Ralf und W. gekocht. Elchfleisch mit Pfifferlingen und Kartoffeln. *Flüstermodus an: es ging so - aber dafür, dass es Männer gekocht haben ;-)) *Flüstermodus aus
Nach einer letzten Nacht und einem letzten Frühstück, haben wir unsere sieben Sachen eingesammelt und uns von W., unserem Einsiedler, verabschiedet. Danke W. , für Deine Gastfreundschaft!!