Mittwoch, 1. Dezember 2010

hat der Alltag uns wieder??

Nein - kann ich so nicht sagen. Hier hat unser Leben doch einen gewissen "Abenteuer-Charakter". Jeder Tag bringt ne kleine Neuigkeit. Manchmal nur, dass wir uns irgendwie verständlich machen müssen, etwas haben wollen und nun unsere Mühen, schwedisch zu lernen, belohnt werden.
Immer wieder fällt es uns auf, wie toll es mittlerweile klappt, das schwedisch sprechen!! Na gut - jedes Wort haben wir noch nicht drauf. Zum Beispiel "Reißverschluß". An meiner roten Winterjacke ist der Reißverschluß nicht mehr in Ordnung. Also will ich einen neuen kaufen. Nach der Schule haben wir Zeit und wir gehen in (nein Uwe und Wolfgang, kein Reißverschlußgeschäft) einen Stoff- und Nähzubehörladen. Es geht ganz wunderbar bis auf das Wort Reißverschluß. Aber zeigen geht ja auch!! Und dann sagt die Verkäuferin das richtige Wort, wir hören, wie es ausgesprochen wird und lernen auch noch dazu. Also Reißverschluß (zwei-wegig) heißt "tvåvägsdragkedja"!! Wir gehen raus aus dem Geschäft und freuen uns. Wir freuen uns, dass wir verstanden wurden und das wir verstanden haben. Es ist einfach spannend hier, das Leben!!
In der letzten Woche hatte uns unsere Lehrerin Margit auf eine Aufführung im Theater in Söderhamn aufmerksam gemacht. Eine Gruppe Schüler des Höghammar-Gymnasiums aus Bollnäs führte ein musikalisches Theaterstück vor. Eintritt umsonst!! Dieses Stück handelte vom Leben und der Wanderung der Samen, die auch unter dem Namen "Lappen" bekannt sind (übrigens finden die Samen diese Bezeichnung unkorrekt. Das kann daher kommen, weil das schwedische Wort für Lump auch "Lapp" heißt). Einstieg war eine Mobbingszene. Eine junge Frau, Samin, wird wegen ihrer Herkunft verspottet. Eine andere verleugnet ihre Herkunft. Es wird ein Buch aufgeschlagen und die Geschichte nimmt ihren Lauf................................
Auch hier hatten wir wieder dieses "Abenteuer-Gefühl". Was ist das für ein Stück? Verstehen wir was davon? Worum geht es? Aber es war eine gute Abwechslung zum täglichen Einerlei.

Die gesamte Klasse + der Musiker

eine samische Gottheit "Jubmel"

"Rota" der Todesgott

"Biejve" der Sonnengott, gespielt von einer jungen Frau, die im Rollstuhl saß.
anhören!!

Nach einer guten Stunde endete die Geschichte. Wir, die Zuschauer, hatten noch die Möglichkeit mit den Schülern zu sprechen. Das haben wir dann nicht gemacht. Warum, fragt ihr jetzt. Tja - warum? Vielleicht waren wir doch ganz schön beeindruckt und mussten erst mal das verarbeiten, was wir gesehen und gehört hatten. Es war sicherlich keine Profi-Vorstellung aber, es ist alles rübergekommen, was rüberkommen sollte und hat uns zum Nachdenken angeregt. Getroffen hatten wir tatsächlich eine Schulkollegin und unsere Margit war auch dort.
Das folgende Wochenende war ich dann am Samstag und Sonntag auf einem Miniweihnachtsmarkt. Julmarknad in Lynäs. Im Gebäude der IOGT (Abkürzung für International Organization of Good Templars. Eine Abstinenzlervereinigung, die sich Guttempler nennen und  eine internationale Organisation sind, die sich für Enthaltsamheit, d. h. Freiheit von Alkohol und bewusstseinsverändernden Drogen, sowie für Brüderlichkeit und Frieden einsetzt) hatte Alexandra zwei Tische gebucht. Am Freitag konnten wir schon hin, um zu dekorieren und unsere Waren aufzustellen. Alexandra hatte leckere Weihnachtsplätzchen gebacken, Tomte aus Marzipan geformt und niedliche kleine Holzfiguren aus Sperrholz geschnitten und bemalt, an denen man Meisenknödel aufhängen konnte. Meine über den Sommer angefertigten Marmeladen sollten mein "Verkaufsschlager" werden. Am Samstag gings dann um 11.00 h los. Es hatte den ganzen Freitag und in der Nacht geschneit. Aber die Schweden sind ja dran gewöhnt, die Straßen waren also frei - die Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz. Aber das Wetter machte sich schon bemerkbar. Es blieben doch die potentiellen Käufer weg. Das bekamen wir auch von den anderen Teilnehmern bzw. Verkäufern mit. Und so beschäftigten wir uns mit Schauen, Schwatzen und selber einkaufen :-)) Unseren Tischen vis-à-vis stand eine ältere Frau, die hatte (das habe ich dann gefragt) ihren Enkelsohn dabei. Der eifrig seine Waren - Bücher, selbstgebackene Plätzchen, getrocknete Pilze - hin und her schob und sein eigenes Geld hatte und fleißig wie "Kajsa Kavat" bei der Arbeit war. Die Frau hatte sehr schöne, aus verschiedenen Moosen und Zweigen gebundene Kränze. Einer davon musste mit zu mir. Mit Alexandra habe ich ein Tauschgeschäft gemacht. Ein Glas Marmelade gegen eine Tüte Plätzchen *gg
Na ja - das eine oder andere "Geschäft" konnten wir dann schon noch machen. Aber im großen und ganzen hatten wir nur einen "Erfahrungs-Gewinn" zu verzeichnen. 
Am nächsten Tag - es hatte wieder die ganze Nacht geschneit - war dann auch noch Maja mit dabei. Sie hatte in den vergangenen Wochen fleißig Weihnachts-Dekoration gebastelt. Sehr schöne, handgearbeitete Herzen aus den verschiedensten Materialien, Bilderrahmen mit den entsprechenden Weihnachtsmotiven und Beschriftungen (natürlich in schwedisch!!) und andere nette Kleinigkeiten. Auch am Sonntag gings um 11.00 h los. Ich glaube, dass ich mehr ausgegeben habe als eingenommen aber Spaß hatten wir schon. Es ist doch interessant, die Leute zu beobachten und mit anderen Standbetreibern ins Gespräch zu kommen. Die Frau gleich neben uns ist fast eine Nachbarin. Sie hat einen Bauernhof mit kleinem Hofladen. Von dort holen wir uns die Eier. Sie hatte einen Käfig mit kleinen Hühnern dabei. Die waren aber nur zum Anschauen ;-))

isser nich schööööööööön dekoriert??

sehr schön!

Maja's Deko

 Diese Beiden saßen ein wenig von uns entfernt - leider. Wir wurden die ganze Zeit von einem Lautsprecher beschallt. Und dort wurde ab und zu die "Quetschkommode" rausgeholt und Weihnachtslieder gespielt. Nur so zum Spaß. Alle fanden es schön und aplaudierten. Die Frau bastelte in ihre Kränze getrocknete Leinhalme ein. Das sah auch sehr interessant aus.
Die "Nachbarhühnchen"

 Und das ist der unvermeidliche "rate mal, wie schwer der Lachs ist" Stand. Du zahlst 10 Kronen und kannst eine Schätzung machen. Am Ende des Weihnachtsmarktes wurde dann gewogen und der Gewinner auserkoren.
Gewissenhaft wird die Waage befragt!

Und die Gewinnerin kann es kaum fassen.
So einen großen Lachs. Er wog etwas über 6,5 kg. Da haben die Beiden aber was zum Knabbern. Es ist die Quetschkommodenspielerin!! GRATTIS!!




Montag, 22. November 2010

und da war doch noch was.......

hab' ich ganz vergessen - ich Drömmel!

Allen, die uns auf unserer Deutschlandtour so lieb aufgenommen, ein Bett gegeben und uns durchgefüttert haben ein 


HERZLICHES DANKESCHÖN

und da isse wieder

Den letzten Blogeintrag habe ich auf der Fähre Trelleborg-Travemünde geschrieben.

Wir waren also vom 3. November bis zum 16. November unterwegs. In der Ankunftsnacht (die Fähre sollte um viertel nach zwölf ankommen, schaffte es aber erst kurz nach eins dort zu sein - wir hatten einen Stau ;-)) konnten wir bei Freunden, die in Travemünde gerade Urlaub machten, übernachten - welch ein Glück. Danke!!!! Am Morgen, nach einem schönen Frühstück (Jens war extra los um schöne Brötchen, unsere ersten deutschen, zu kaufen und wurde von einem fetten Regenschauer überrascht *überkopfstreichel) sind wir wieder auf die Piste um zu Uwe und Heide zu fahren. Dort waren wir bis Sonntag. Wir hatten uns eine lange Liste gemacht, was wir alles einkaufen wollten und erledigen mussten. Dazu gehörte unter anderem auch endlich den (Ver)Kaufvertrag für unsere Wohnung zu unterschreiben. Nach langem Zipp und Zapp hatte es geklappt und wir haben einen Käufer gefunden. Anfangs hatten wir die Wohnung "vertrauensvoll" in die Hände eines Maklers gegeben. Da hat sich aber leider so gut wie gar nix getan. Der Makler schlug uns nur vor, wir sollten mit dem Preis runtergehen???? hat aber ansonsten nicht viel getan. Na ja - wir haben uns an Uwe und Heide ein Beispiel genommen und auch eine Anzeige in Immobilienscout geschaltet und siehe da, es klappte.
Wir haben uns außerdem mit unseren lieben Exnachbarn getroffen. Reinhard hatte uns so toll beim Verkauf geholfen und als kleines Dankeschön sind wir mit den Beiden in Borgfeld lecker Essen gegangen (für die Norddeutschen: es gab Grünkohl mit Pinkel!!!!!!!!!!!!!) Der folgende Tag war auch ausgefüllt mit Besuch bei Freunden und Verwandten. Und immer essen, essen, essen!!!! Na ja - war ja schön aber hat jede Menge Hüftgold gekostet :-((
Am Samstag sind wir dann ins Rheinland. Das muss immer sein, da dort mein Kind, meine Geschwister und meine Freundin leben. Und außerdem ist es von dort nicht weit nach Mainz. Dort wohnt Ralfs "Kind" ;-))
Auch hier waren die folgenden Tage vollgepackt mit Besuchen und Essen!!! Aber auch mit schönen Gesprächen und einigen Neuigkeiten. Irgendwann rief uns Åke an, Ihr wisst, der Baggerer, der unseren Abwassertank eingraben sollte.
Der ungefähre Wortlaut war: "Also Momentan können wir nicht weitermachen. Aus der Erde kommt überall Wasser gesprudelt. Soviel Wasser!!!! Das haben wir noch nie gesehen!!!! Da müssen wir erst mal reden!! Und ein Telefonkabel haben wir auch "durchgebaggert". Aber das ist nicht unser Problem, dass ist das Problem von Telia (sowas wie Telekom). Die hat uns auf deren Plan nicht gezeigt, dass dort ein Kabel ist. Also kommt mal wieder nach Hause und dann schaut ihr euch alles an und wir müssen entscheiden, wie es weitergehen soll!"
Okeeeeeeeeeeee! Was sollten wir tun?? Abwarten und schauen!!
Und so haben wir weiterhin unseren Deutschlandaufenthalt genossen. Na ja - mehr oder weniger. Alle Lieben mal wieder zu treffen war wirklich schön, aber die Fahrerei und das ein- und auspacken, der Bettenwechsel und der viele Verkehr und das Wetter waren dann doch ab und zu anstrengend.
In Mainz haben wir die Eltern von Mathias Freundin kennengelernt. Wir waren alle zusammen am 11.11. in Mainz in einer ganz niedlichen Weinstube zum Essen zusammen. Alles hat gut geklappt ;-))
Von dort sind wir dann wieder Richtung Norden durchgestartet. In Delmenhorst waren wir dann nochmal für 3 Nächte bei Karin und Uwe.  Von dort aus sind wir nach Bremen rein um die letzten *ironiean "lebenswichtigen" *ironieaus Dinge zu besorgen. Am Samstag haben wir dann eine "Bestellung" ausgeliefert. Doris - die uns im Sommer gemeinsma mit ihrem Ralf per Motorrad besucht hatte - hatte gefallen an Rekorderlig gefunden und 40 Dosen geordert. Die haben wir natürlich mitgebracht!!! :-)) In Sulingen haben wir uns getroffen - nach ein paar kleinen Missverständnissen *gg und sind bei Willi eingekehrt um noch ein bisschen zu Quatschen.
Am Sonntag, unserem letzten in Deutschland, haben wir nix gemacht - überhaupt nix!! Das war auch mal schön. Am Abend kamen Karins und Uwes Sohn mit Freundin um "Probe zu kochen". Es sollte Entenbrust geben. Fantastisch und lustig wurde es. Das Essen ist trotz vieler Köche was geworden und wir hatten alle viel Spaß miteinander.
Am Montag sind wir dann auch rechtzeitig los. Wir wollten ja pünktlich die Fähre in Travemünde erreichen. Und man weiss ja, was so auf den Autobahnen in Deutschland und vor allem auf der A1 los ist!!!
Wir sind soooooooo pünktlich gewesen!! Wir konnten noch wunderschön in Travemünde spazieren gehen und noch nen Kaffee trinken und noch ein bisschen shoppen :-)
Die Fähre - diesmal war es "Nils Dacke", auf der Hinfahrt war es "Peter Pan" - war pünktlich, so wie wir auch. Unser Plan war, nach Trelleborg und dort in ein Hotel um zu übernachten. Gleich an Bord versuchten wir ein Zimmer zu buchen - Pech gehabt, leider ausgebucht. Ralf meinte, er fühle sich fit genug um durchzufahren :-o na ja - muss er wissen, habe ich gedacht! Und so ging es los.
Ich habe versucht ein bisschen zu schlafen aber es klappte nicht - leider. Als wir um 1.00 h vom Schiff kamen, war ich hundemüde, konnte aber auch im Auto nicht schlafen, da ich in meinen Beinen ein dummes Kribbeln hatte, was nicht aufhörte, egal wie ich mich auch gedreht hatte. Ralf ist los und was soll ich sagen, wir haben es geschafft. Nach vielen Pausen und einigen Bechern Kaffee waren wir dann so gegen 10.00 h wieder zu Hause.
Ab Stockholm hatten wir bemerkt, dass es hier und da schon ein bisschen weiss war. Unsere Bekannten - Maja und Mikel, die auf die Katzen aufgepasst hatten - hatten uns schon per Email informiert, dass es geschneit hatte. Ach ja, die hatten uns auch ein bisschen vorgewarnt, wegen des Gartens und der Baggerarbeiten!!!! Je weiter wir fuhren, um so mehr Schnee lag auf den Feldern und in den Wäldern. Einige Seen sind auch am Rande schon gefroren - also der Winter war und ist hier schon eingekehrt!!
Der war auch so gnädig und hatte eine weiße Decke über unseren Garten gelegt, so dass wir im Grunde nicht sehen konnten, wie hier gearbeitet worden ist. Åke hatte sich mit uns verabredet um zu besprechen, was nun weiter passieren soll.
Am Freitag sind wir dann durch den "Garten" gestapft (und haben uns dabei kalte Füße und Ohren geholt bei -10°) und haben uns das ganze mal schildern lassen. Er uns sein Mitarbeiter haben versucht ein Loch für den Tank zu graben. Überall, wo sie mehr als 50 cm gebaggert haben, sprudelte Wasser aus der Erde. Zum guten Schluß haben sie ein Loch gelassen um einfach das Wasser ablaufen zu lassen. Aber es hört und hört nicht auf. Es ist relativ "warmes" Wasser. Es friert nämlich nicht. Åke schätzt es so auf 12 - 14°.
Wir haben nun das Projekt erstmal gestoppt. Man kann nämlich nicht sehen, wo was wie gebaggert werden kann und der Schnee (der da ist und noch kommen soll) wird die Sache nicht einfacher machen. Unser Abwasser wird ja noch aufgefangen und im nächste Frühjahr wird es dann eben keinen Preis für den "schönsten Garten" geben ;-))
Liebe Inge, leider (Gott sei Dank) konnte ich auch Deine Blumenzwiebeln nicht mehr in die Erde bringen. Der Schnee lag schon ca. 20 cm hoch. Im nächsten Jahr habe ich dann richtig viel zu tun - mit Garten und so!!!!!!
Unter diesen Bergen liegt der Granitsplit für die Löcher und Drenagen oder so

Spaziergang am Sonntag

Mohed

Ein Bagger steht im Walde ganz still und stumm.........................

So siehts zur Zeit bei uns aus.
 In Deutschland habe ich nicht ein einziges Bild geschossen :-(( so was "Plödes" - beim nächsten Mal wird alles anders!!

Dienstag, 2. November 2010

einfach mal so zwischendurch

Das ist Åke

Das ist der Anfang

noch ist nur der Bach breiter geworden
Der Bagger baggert unseren halben Garten um. Auf Vorschlag von Åke und nachdem er uns erklärt hat wieso, haben wir zugestimmt. Es gibt einen kleinen Teich!! Das entwässert unser Grundstück und sieht irgendwann auch noch schön aus. Zur Zeit - ich schreibe von der Fähre "Robin Hood" auf dem Weg von Trelleborg nach Travemünde - kann ich keine aktuellen Bilder zeigen - sorry!! Ich kann nur sagen "Unbeschreiblich"!! Kann nur besser werden.
Ich war ein paar Tage in Deutschland. Erst in Mehrow (bei Berlin) und von da aus sind Barbara und ich nach Bad Oeynhausen zu unserem jährlichen Wintertreffen gefahren. Wir haben uns einen ganzen langen Tag in der BaliTherme dort verwöhnen lassen und sind im Solebad rumgepaddelt und waren in den diversen Saunen unterwegs. Am Abend haben wir lecker gegessen und - wie der Rheinländer sagt - "die Schnüss jeschwaadt". Am vorletzten Montag bin ich wieder zurückgekommen. Es ist schön, wieder nach Schweden "nach Hause" zu kommen. Das Klima bekommt mir hier einfach besser ;-))
Dann hieß es "schnell, schnell" alles wieder auf Vordermann bringen denn für Freitag (letzte Woche) hatte sich Mathias und Julia zu Besuch angesagt. Ralf freute sich sehr darüber!! Aber wir mussten ja paralell dazu unsere Deutschlandreise vorbereiten.
Die Tage mit den Beiden vergingen viel zu schnell. Wir haben viel geredet und gelacht, einiges angeschaut und hoffentlich einen kleinen Einblick in unser Leben gegeben. Lecker gegessen und sogar einmal "Hornochsen" gespielt. Die Fotos hat alle Mathias gemacht.
Nachdem wir gestern Mathias und Julia zum Zug gebracht haben, sind wir noch zu Maja und Mikel um dort unseren Hausschlüssel abzugeben. Die Beiden kümmern sich um unsere Katzen und die Blumen und die Heizung.
Zu Hause habe ich den Rest Kürbis noch verarbeitet und wir haben unseren Koffer gepackt, ich habe Ralfs Haare noch geschnitten und dann sind wir auch bald ins Bett gegangen.

Wir sind seit heute morgen 6.00 h unterwegs und hoffen, dass wir uns gleich ein bisschen ausruhen können.

Sonntag, 17. Oktober 2010

So schön sind die Jahreszeiten!

Da die große Arbeit "Haus anstreichen" nun vollbracht ist, gönnen wir uns ab jetzt auch mal sogenannte Freizeit. Vergangenen Sonntag haben wir uns nach Långvind begeben. Nicht nur um auch mal nach Silvias und Andreas Haus zu schauen. Die Beiden hatten erzählt, dass es dort gute Pfifferlingsstellen gibt und das wollten wir mal anschauen :-) Långvind ist eine typische Freizeitumgebung. Die Ostsee ist nahe und die Natur ist wunderschön. Hier kann man wandern/spazieren ohne dass einem Menschen begegnen. Nachdem wir geschaut hatten, dass mit dem Häusschen alles in Ordnung ist, ich den "utedass/mulltoa" besucht hatte und wir die letzten Bohnen abgenommen hatten, sind wir den Weg, an dem das Häusschen liegt, einfach mal bis zum Ende gefahren. Da haben wir das Auto geparkt und sind in den Wald gegangen. Mit der Hoffnung, uns nicht zu verlaufen, was hier ganz einfach ist. Es gibt nämlich keine Wege. Man läuft drauf los. Na ja - wir haben uns schon gemerkt, wo die Sonne stand und uns die Gegend genau angeschaut.

Eine Stille, wie sie nur in so einem Wald möglich ist, umfing uns. Es ist hier sooooo viel Platz, dass man denkt, sogar die Vögel verteilen sich hier. Tatsächlich haben wir auch Pfifferlinge (Kantarellen) gefunden. Aber auch andere schöne Pilzgewächse, die aber nur zum Anschauen sind.



Mich würde mal interessieren, ob solche Ast/Zweigehaufen von Tieren gemacht werden?

Dieser Baum hatte den Stein "voll im Griff" 
Immer wenn wir hier durch die Gegend fahren und vor allem durch Waldstücke geht mir durch den Sinn, einfach mal Quer Feld ein zu gehen. Immer geradeaus der Nase nach. Es sieht alles so unberührt aus. Und so haben wir es auch dort gemacht. Wir kamen uns vor, wie die ersten Menschen. Umgestürzte Bäume, bemooste Steine. Dazwischen kleine Höhlen von irgendwelchen Tieren. Hier und da abgesetzter Kot von großen Tieren - ich vermute von Elchen. Und dann auf einmal sieht man Wasser zwischen den Bäumen blinken. Nach meiner Meinung war es die Ostsee. Und nachdem ich auf der Karte geschaut hatte - später zu Hause - war es tatsächlich so. Ein verwunschenes Plätzchen - obwohl ganz in der Nähe ein Haus stand. Ach - es fällt mir schwer (man soll es kaum glauben) die richtigen Worte hierfür zu finden. Es ist einfach nur wundervoll.
Nachdem wir unser Auto wieder gefunden hatten, sind wir zu einem schönen Stück Ostseestrand gefahren. Es steht unter Naturschutz. Durch die Landanhebung hat sich der "Strand" verschoben. Hier findet man die allerschönsten abgerundeten Steine.


Isländisch Moos nimmt Besitz


Ganz am Ende der Landzunge ein einsamer Angler
Diese Allee befindet sich auch auf der Halbinsel Långvind
 Wir sind, auf dem Heimweg, einfach mal abgebogen und dieser Straße gefolgt. Wunderschöne Herbstimpressionen.

Eine Wegmarke aus alten Postkutschenzeiten. Die Entfernungen werden noch in Mil angegeben.
 Hier zum Beispiel heißt es noch 1/4 mil = 2,5 km bis zur nächsten Raststation. Dort hatten Pferd und Menschen die Möglichkeit, sich auszuruhen und was zum Essen/Fressen zu bekommen.


Weiter auf dem Nachhauseweg dann am strahlend blauen Himmel das:
Ufo?? Oder Hälsingland Drache? Oder nur ne tolle Wolke?
 Nach so einem schönen Tag musste ein schönes Essen auf den Tisch. Und gleich wurden die Pfifferling und Bohnen verarbeitet. So schön kann der Herbst sein!!
Mhhhhhhhh - wie lecker. Selbstgefundene Pfifferlinge und frische Bohnen aus Freundes Garten!!
Heute gehts wieder raus zum Pilze suchen. Mein Kurs geht weiter und ich bin gespannt, wo es heute hingeht. Allzuweit werden wir nicht in die Wälder gehen, da die Elchjagd begonnen hat und das könnte ein Risiko sein ;-)) Ich ziehe sicherheitshalber meine orangefarbene Jacke an!!

Samstag, 9. Oktober 2010

es wird langsam ruhiger - oder??

Kann man eigentlich nicht wirklich sagen. Irgendwie ist irgendwas immer!! So haben wir nun endlich unsere Eigentumswohnung in Deutschland verkaufen können. Der Kaufvertrag muss zwar noch unterschrieben werden aber alles ist schon beim Notar - GsD!! Seit Ende Mai steht die Wohnung leer. Wir hatten uns entschieden, sie nicht mehr zu vermieten sondern zu verkaufen. Erst mal hatte sich bis Ende August ein Maklerbüro gekümmert. Dabei sind uns leider nur Kosten entstanden und irgendwie war uns der Wohnungsverkauf von Euch - Uwe und Heide - noch gut in Erinnerung. Und da haben wir es auch gewagt. Uwe hat Bilder von der Wohnung gemacht und dann habe ich ein Exposé erstellt und die Wohnung bei Immobilienscout24 eingestellt. Und was soll ich sagen?? Schon nach 2 Tage kam die erste (private) Anfrage rein. Immobilienmakler waren wie die Hyänen hinter der Wohnung her. Da hagelte es Anfragen noch und noch - telefonisch sowie über Email. Aber das wollten wir ja nicht mehr. Und nach 14 Tagen wurde es tatsächlich ernst. Ein Glück für uns, dass uns unser ehemaliger Nachbar in Deutschland, angeboten hatte, uns zu helfen. So konnte er für uns die Besichtigungen organisieren und den Interessenten auch Auskünfte geben. Vielen, vielen Dank dafür!!!!!!!!!!! Sein Fachwissen hat uns sehr geholfen. Nun warten wir auf die Vertragserstellung. Sowas dauert immer eine Weile und wir sowie der Käufer müssen sich in Geduld üben.
So im Nachhinein ärgert es mich ein bisschen, dass wir einem Makler (zwar nur) die Kosten ersetzen mussten für nix und wieder nix. Die haben in 6 Monaten keinen Erfolg gehabt und das obwohl wir preisliche Kompromisse gemacht hatten. Was tun solche Leute eigentlich????????? Na ja - da wird es sicher den einen oder anderen geben, der sich die Hacken für seine Kunden abrennt und was bewegt. Aber die Firma, die wir hatten?????????????????? Kann ich nicht empfehlen.
Das Thema können wir dann also bald abhaken!!
Das Boot ist da!!!!!!!!!! Hinter der Garage abgelegt, soll es erst mal schön gemacht werden. Das wird dann vielleicht erst im nächsten Frühjahr aufs Wasser kommen.
Erst mal musste es bei Maja und Mikel aus dem Wasser genommen werden.

Mikel startet den Motor um das Boot dorthin zu fahren, wo es aus dem Wasser geholt werden kann.
und da isser
Am Scooter ist eine Winde, damit wird "Kajsa" rausgezogen
Ralf baut den Motor ab - der wiegt ganz schön
festgezurrt auf unserem "Allroundhänger" gehts nun Richtung Mohed
Bereit für den Winterschlaf??
Unsere Schweizer Freunde, Andres und Silvia, sind nun auch schon wieder in ihren heimatlichen Gefilden. Und die sind auch sehr schön, wie man sehen kann!!



Das (Schweizer) Auto hat auch einen gemütlichen Überwinterungsplatz in unserem Carport gefunden. Es kuschelt gerade mit unserern Fahrrädern und den Motorrädern ;-))

Wie ihr sehen könnt, steht der Schneeschieber schon bereit!!


Und dann war ja noch das Haus anzustreichen. Organisatorisch gut geplant, wurde erst mal das ganze Haus mit einem "scharfen" Besen abgeputzt. Sch........arbeit - so Ralfs Kommentar.
Und so sieht man danach aus :-) mit viel Dreck im "Schnäuzer"
Aber musste sein, da ja sonst die neue Farbe keinen richtigen Halt hat. Dann wurden die Fenster gestrichen, dann die Rahmen und Umrandungen. Zwischendurch besserte Ralf noch Umrandungen aus und kittete einige Scheiben neu ein. Dann kamen die Ecken und Kanten dran. Das waren alle weissen Flächen. Zum guten Schluß dann die großen roten Flächen. "Untenrum" konnte ich auch einige Arbeiten übernehmen aber die "Kletterarbeiten" hat Ralf übernommen.

Da teilweise über Kopf gestrichen wurde, hat Ralf sich - auf meine Bitte - angeseilt.
Der Haken wurde später wieder entfernt.
Der Vorbau und der Badezimmeranbau wurde von mir eingepinselt.
Und David bekam nen frischen Mützenanstrich ;-)
Der Meister aller Pinsler!
Kürbisernte!!
Soweit - sogut!! Heute sind die letzten Pinselstriche getätigt worden. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint. In den vergangenen Tagen hatten wir nur 2 Tage richtiges Regenwetter. Eine Nacht wurde sogar schon mal unter Null Grad gemessen. Aber seit den letzten 3 Tagen haben wir morgens bedecktes und ab Mittag sonniges Herbstwetter bei ca. 5° - 15° C.
Und wer Interesse hat an unseren Wetterverhältnissen, kann sich hier genau anschauen, wie es bei uns ist.

Wir warten immer noch auf die Abwasserbauer. Die warten auf einen Bescheid der Kommune und so warten wir alle ein bisschen. Aber das ist alles kein Problem für uns. Denn Zeit haben wir massenhaft und soweit haben wir uns schon integriert, dass wir uns darüber nicht ärgern oder dewegen verzweifeln.