Sonntag, 15. Juni 2014

nach der OP ist vor der OP

könnte man so sagen :-)

Der "Fall" - gemeint ist meine letzte Verletzung -  ereignete sich am 19. Mai. Der "Gips" - der eigentlich kein Gips mehr ist im alten Sinne - wurde am 5. Juni wieder entfernt und ich bekam den schon angekuendigten orthopädischen Stuetzstiefel angelegt.

noch sind die Fäden drin ....

schöne Farben :-/

der schicke Schwarze!!!!
Auch die Fäden wurden schnell rausgezogen nachdem ich der Krankenschwester gesagt hatte, wann ich operiert worden war ????? 

Man stelle sich das in einem deutschen Krankenhaus vor ....  die Krankenschwester fragt: "Wann bist du denn operiert worden?"  Der Patient - in dem Falle ich - antwortet: "Öhhhh - ich glaube, das war am 19. oder 20. Mai." Worauf die Krankenschwester meint (ohne sich in einem Krankenblatt oder am PC zu informieren bzw. rueckzuversichern): "Na prima, dann können wir die Fäden heute auch ziehen."

3 x ziepen und schon fertig :-)

Diesen "Stiefel" kann ich an- und ausziehen. So wie ich möchte. Den Fuss immer noch nicht recht belasten. Ich solle so auftreten, meinte die Krankenschwester, als wenn ich ein Knäckebrot unterm Fuss habe und das duerfe nicht kaputt gehen *ggggg
Mit anderen Worten, wenn ich Luft dran haben will oder duschen möchte .... kein Problem mehr. Auch in der Nacht darf ich ihn abnehmen - welche Wohltat.

Jetzt heisst es abwarten, dass die Schraube wieder entfernt wird. Hierzu bekam ich auch schon eine Einladung. Ich muss mich am 16. Juli mal wieder nach Hudiksvall begeben. Mit der Einladung bekam ich ein kleines "Was habe ich vor der OP zu beachten" - Heftchen mit. Darin steht, wie ich mich am Tag vor und am Tag der OP zu verhalten habe. 
Tja - das bedeutet aber leider, dass ich die Hochzeit in Mainz mit "Stiefel" und Rollstuhl feiern muss sowie auch die grosse Geburtstagsfeier :-(

Den Rollstuhl haben wir beantragt und ohne grosse Zettelschreiberei oder Formulare zugesagt und geliefert bekommen. Der erleichtert mir (und auch Ralf) ein bisschen das Leben. Zumindest in der unteren Etage kann ich mich ein bisschen mehr bewegen und auch schon mal eine Sache von A nach B transportieren, was mit Kruecken immer etwas komplizierter ist.

Und dann gabs ja auch noch das fette Gewitter!!!!! 

Am Wochende nach meinem Sturz kuendigte sich schon sowas an. Es war sehr heiss und drueckend. Am Samstag war es dann soweit. Und wie schnell es ging!!!!!

Gerade war unser Besuch, Magda, Thomas und Henrik, aufgebrochen und ich hatte mich mit Hilfe der Kruecken aufs Klo gebracht, fing es wie aus Eimern an zu giessen. Es hatte zwar schon mal gegrummelt aber dann (ich sass gerade auf dem Töpfchen *gggg) gabs nen Knall, dass ich fast runtergefallen wäre und es fing an zu hageln und ich hatte nicht mitbekommen, dass Ralf schon ins Schlafzimmer gelaufen war um die Fenster zu schliessen. Ich hatte richtig Angst. Dachte Ralf wäre draussen   .....   er kam schnell und berichtete, dass er im Schlafzimmer das Regenwasser aufgewischt hatte.

Tja - es hatte wohl keine 10 m entfernt in einen Leitungsmast eingeschlagen!!!! Alle Leitungen waren tot. Kein TV, kein Festtelefon und kein Elektrisch mehr. Nachdem Ralf die Hauptsicherung wieder eingeschaltet hatte gingen zwar alle Geräte (bis aufs TV) wieder. Aber es hatte uns die TV Decoder und den Router zerrissen.
Mittlerweile haben wir die Geräte wieder besorgt und auch den Schaden der Versicherung gemeldet. Leider haben wir nun bemerkt, dass unsere Festnetztelefonanlage (Geräte) scheinbar auch einen Schaden bekommen haben. Muessen wir unbedingt nächste Woche austauschen.

Und um die "Unglueckssträhne" zu vervollständigen, haben wir noch einen Glasteller zerstört - und ich hätte mich dabei beinahe ernsthaft mit einem Scherben verletzt!!!!! 

Aber nun ist vorbei mit dem Unglueck!!!  Denn - dreimal ist Bremer Recht!!!!!

Das Wetter ist schön. Ich sitze so oft es geht in der Sonne - ohne Stiefel natuerlich und schön den Fuss hochgelagert. Oder latsche Ralf hinterher und gebe "Anweisungen" :-)

Nächste Woche bekommen wir Besuch aus Deutschland!!  Neffe Christopher mit Freundin Anna kommen fuer eine Woche zu uns - das wird schön. Wir werden "midsommar" zusammen feiern und hoffen sehr, dass das Wetter mitspielt :-)

Hund und Katzen sind wohlauf. Vor einigen Tagen musste der arme Ralf die Katzen zum Impfen bringen. Klein Berta wollte schon mal gar nicht ins Transportkörbchen und hat ihm eine ordentliche Kratzwunde beigebracht. Und sobald die Beiden in ihren Körbchen sassen, ging das Konzert los. Von hier zu Hause bis nach Söderhamn und wieder zurueck ;-)

Unser Garten ist schön - leider kann ich nicht allzu viel machen - aber im kommenden Jahr wirds auch wieder Sommer :-)

vor dem Carport ...
ein bisschen Dekoration im Garten ....
 
Hägg - mit der erste Bluetenstrauch im Fruehling. Auf Deutsch: Gewöhnliche Traubenkirsche

Freitag, 23. Mai 2014

und wir bekommen ihn doch ...

...  einen Kaminofen.

Die Ueberlegungen dazu hatten wir ja schon länger. Eigentlich seitdem wir unser erstes Holz gelagert haben und das war 2011. Da bekamen wir Birken von Michel und Maja, als die noch den Campingplatz in Ljusne hatten.

Das Holz hat nun auch seit längerem seinen Lagerplatz und es sind noch einige Stämme dazu gekommen.

Immer sollte es nun genau "dieses Jahr" sein, aber immer kamen andere Projekte dazwischen.

Und jetzt hats endlich geklappt.

Im vergangenen Herbst hatten wir einen Schornsteinfeger aus Söderhamn beauftragt, sich die Gegebenheiten anzuschauen. Das war leider nicht sehr fruchtbar, den wir bekamen keine konkrete Hilfe - vielleicht sind wir auch ein wenig zu deutsch und hatten zu grosse Ansprueche an einen Schornsteinfegermeister????????

In diesem Jahr haben wir es nochmal gewagt und eine Firma aus Hudiksvall beautragt. Und diesmal bekamen wir Antworten auf unsere Fragen und tatkräftige und proffessionelle Hilfe sowie ein gutes Angebot.
Vor 1 Wochen kam Kjell von der Firma "Varmahembutikerna" aus Hudiksvall und pruefte unseren Schornstein um Gewissheit ueber einen richtigen Zugang zu finden. Einfacher gesagt als getan - ein Loch in die Wand, wo vor langer Zeit der Kachelofen angeschlossen war, brachte leider keine grossen Erkenntnisse, wie auch ein in den Schornstein herabgelassenes Aufnahmegerät.

Damit es nicht ganz so arg staubt .....

wurde alles gut mit Plastik abgedeckt

Aber Loch in Wand gibt immer Dreck :-(
Und so wurde ein neuer Termin ausgemacht.
Am Dienstagmorgen (genau der Tag, an dem ich wieder in Krankenhaus musste), erschien Kjell mit einem Kollegen und prueften noch mal alle Möglichkeiten und schlussendlich wird nun ein Zugang im Schlafzimmer gebaut.
Hört sich schlimmer an als es ist und soll/wird nicht mehr Schmutz machen als nötig - wurde Ralf von Kjell und Kollegen versichert und so hat Ralf das ganze in Auftrag gegeben.

Auch schon länger haben wir uns ja nach passenden Kaminöfen umgeschaut und waren ganz verliebt in einen weiss emaillierten Eisenofen. Nun haben wir aber noch mal ein bisschen recherchiert und letztendlich haben wir gestern diesen HIER bestellt:

Das ist ein "Designer" Kaminofen !!!!!!!!  Er kommt aus Litauen!!!!  Der Anbieter wirbt auf schwedisch, wir haben auf englisch Kontakt zu ihm aufgenommen und die Beschreibung zum Kamin ist auf französisch ??????????? 

Wenn das mal gut geht ;-)

Wir sind ganz gespannt, wie alles wird. Ein Glueck, dass wir Wohn- und Esszimmer noch nicht renoviert hatten. Nach dem Einbau wird es sich richtig lohnen. Und es wird bestimmt super schön werden !!!!!!

Donnerstag, 22. Mai 2014

"nur" ein Beinbruch

Der Prospekt von Lidl hatte es mir angetan. Vielerlei wunderschöne Sommerblumen zu einem super Preis. Und da wir eine liebe deutsche Bekannte haben, die bei Lidl arbeitet, habe ich mich gleich ins Chat geworfen und sie gebeten, mir mindestens 10 Blumen zu besorgen (sie ist morgens oft die Erste, die die Ladungen in Empfang nimmt und kann schon mal "vorsortieren").


Anke hat den "Auftrag" auch angenommen und ausgefuehrt.

Und nachdem ich am Montag von meiner Fahrstunde mit Anna kam (das Publikum erinnere sich, ich bin Annas - die russische Frau von Hamid - "handledare" Fahrlehrer) und trotz ein wenig Regen, habe ich mich gleich ans Einpflanzen gemacht. Das Beet vor dem zukuenftigen Gästehaus hatte ich extra dafuer vorbereitet.

Und so sieht es aus, das Beet. Alle Bluemchen sind in der Erde und duerfen wachsen :-)
Dieses Foto hat Ralf heute, am 22.Mai gemacht.


Nachdem alles erledigt war und mir langsam die Feuchtigkeit durch die Vliesjacke krabbelte, bin ich wieder rein um mein Smartphone zu holen um mal die ganze Chose zu fotografieren und zog auch andere Schuhe, nämlich Stiefel an. Wie dumm!!! Diese Stiefel haben nämlich eine sehr glatte Sohle.
Und es kam wie es nicht kommen sollte. Auf dem kleinen Abhang zwischen Gästehaus und Fliederbusch hats mich lang gemacht.

Der verhängnisvolle Hang - vielleicht sieht man die Stelle,
an der ich mich langgemacht habe und ins Gras gebissen habe ;-)

Ich bin so hässlich ausgerutscht und mein rechtes Bein ist nicht so schnell mitgekommen, so dass ich - wie auch immer - auf einmal auf der linken Seite auf dem nassen Gras lag und schrie, wie ein Schwein am Spiess.
Es hatte deutlich gekracht und ich hatte das Gefuehl, mein rechter Fuss ist abgerissen.
Ralf kam natuerlich sofort rausgerannt. Ich hätte sonst die Kommune Söderhamn zusammen geschrien.
Wir beide waren unter Schock sonst hätten wir den Notarzt gerufen. Ralf hat aber den Wagen an den Gartenweg gefahren und hat mich reinbugsiert so gut er konnte, derweilen ich nur am heulen, weinen und fluchen war.
Das Söderhamner Krankenhaus öffnet seinen Tagesempfang erst um 17.00 h und wir mussten noch 10 Minuten warten. Dann aber hatte Ralf die Chance eine Schwester zu holen und die holte einen Arzt ................. der schaute auf mein Bein bzw. Fuss und meinte nur, da muesse ich nach Hudiksvall zur Notaufnahme, denn hier in Söderhamn habe man keine Röntgenabteilung ????? (es gibt eine, ich habe aber noch nicht rausbekommen, warum ich dort nicht geröntgt werden konnte)

Hudiksvall ist etwa 70 km von uns entfernt. Ich fror wie ein Schneider - Schock und natuerlich die Feuchtigkeit - und wollte erstmal was trockenes anziehen. Also mit einem Abstecher nach Hause waren wir dann gegen 19.00 h endlich in Hudiksvall im Krankenhaus wo wir noch 30 Minuten warten mussten, ehe ich zum Röntgen konnte. Mir klapperten die Zähne aufeinander - Schmerzen und Schock und ich heulte abwechselns vor Frust und Schmerzen.
Das kann ich besonders gut, mich selber beschuldigen und mir sagen, wie doof man den sein könne, dass einem sowas passiert - - - -   und???? Nuetzt es was??? NEIN!!
Eine Krankenschwester gab mir eine ordentliche Portion Schmerztabletten und ich wurde zur Röntgenabteilung gebracht.
Der Fuss wurde geröngt und ich wurde mit dem Bescheid, dass ein Arzt bald komme, in einen Behandlungsraum transportiert und da konnte ich mich dann auch endlich in ein Bett legen und den Fuss hoch lagern. Ralf war natuerlich die ganze Zeit bei mir und versuchte mich zu trösten.
Es dauerte und dauerte und dauerte. Dann kam der Arzt und tastete meinen Unterschenkel ab ................AUUUUUUUUUUUUUU  und meinte, da muesse nochmals geröngt werden und zwar unterhalb des Knies.
Und wieder hiess es warten, warten, warten. Röntgen und warten, warten, warten auf den Arzt. Irgendwann erschien der wieder, hatte wohl die Röntgenbilder gesichtet und erklärte, dass ich operiert werden muesse *ahhhhhhhh
Fuer die Nacht solle eine Gipsschale alles zusammenhalten und am nächsten Morgen (Dienstag) solle ich dann gegen 8.00 h in der "Tageschirurgie" sein. Ein kleiner Eingriff nur, Schienbein und Wadenbein sollten oberhalb des Fussgelenks zusammengeschraubt werden. OK!!
Die Gipsschale wurde angelegt und ich bekam noch ne Dosis Schmerztabletten mit auf den Weg. Denn - dummerweise, wie ich im Nachhinein feststellen muss - hatte ich mich entschieden, fuer die Nacht nach Hause zu fahren - 70 km!!!!!!!!!
Wir hatten aber fuer den Dienstag morgen schon einen Termin im Hause Mohed 304!!! Der Schornsteinfegermeister wollte kommen und endlich abklären, wie es den nun mit unserem Kaminofen werden könne.
Ralf war ganz aufgeregt, er könne mich dann nicht nach Hudiksvall fahren und wie soll das gehen und er wolle auch nicht dem Kaminmann absagen, wie den auch, es wäre ja auch schon so spät .......  eigentlich hätte ich sagen muessen, dass ich im Krankenhaus bleibe ----- aber wieso ich das nicht gemacht habe ???????????????  Eigenartige Reaktionen!
Dann haben wir ueberlegt, wer mich den am nächsten Morgen wieder transportieren könne und mir fiel nur Josef ein. Das ist der Mann von Anke (Lidl).  Gleich angerufen und abgeklärt.


Eigentlich hätte ich ja gerne in unserem Bett geschlafen aber ich bin die Treppe nicht raufgekommen. Unmöglich!!!!! Ich wollte auf dem Popo raufrutschen.

SCHMERZEN!!!!!!!!!!!!

Mir wurde schlecht und Ralf meinte, ich wäre weiss wie eine Wand. Also haben wir im Wohnzimmer mein Bett gerichtet :-(  die Nacht war recht anstrengend aber ein bisschen geschlafen habe ich doch.

Am Mittwoch morgen um 7.00 h stand Josef vor der Tuere und war bereit, mich nach Hudiksvall zu transportieren - an dieser Stelle noch mal ein grosses Danke an Josef und Anke, die uns sehr geholfen haben.

So konnte Ralf in aller Ruhe auf den Kaminmann bzw. Männer warten und alles im Haus abklären.
In Hudiksvall hat mich Josef dann in der Tageschirurgie abgegeben und da ich ja nicht wusste, wie lange es mit mir dauert, ist er wieder zurueck gefahren.

Als erstes musste ich mich bis auf die meinen Slip ausziehen und ein gemuetliches Nachthemdchen und nen Morgenmantel anziehen. Das nichtvergipste Bein bekam einen Strumpf angezogen und eine OP-Muetze durfte ich auch noch mitnehmen.
Da das Sitzen im Stuhl selbst mit hochgelegtem Bein ziemlich schmerzhaft war, wurde ich in ein Bett gelegt und mit Schmerztabletten versorgt, die mich in eine Art Dämmerzustand versetzten und ich somit den ganzen Tag mehr oder weniger verpennt habe.
Da eine OP anstand, hatte ich natuerlich ab morgens nix mehr getrunken oder gegessen. Oh mann und es dauerte und dauerte und dauerte.
Eins muss ich allerdings sagen, alle Schwestern haben sich sehr nett und liebevoll um mich gekuemmert.
Zwischendurch kamen die Anästhesisten und ich musste die uebliche Fragen beantworten. Die Laborantin hatte mir am Vorabend schon ein paar Ampullen Blut abgezapft aber ein Zugang musste noch gelegt werden. Daran versuchte sich eine Studentin ;-)  was ihr leider nicht gelang und eine Schwester musste einspringen. Da bekam ich dann auch erst mal mein Mittagessen durch eine Ringerlösung eingeflöst.
Der Tag zog sich hin und die Tagespatienten kamen, wurden in den OP gebracht, kamen raus, wurden mit Butterbrot und Kaffee versorgt (und ich hatte ne lange lange Nase) und gingen wieder. Nur ich dämmerte vor mich hin und wartete und wartete.
Mir kam gar nicht in den Sinn mal nach zu fragen???? Aber irgendwann dann doch und die Schwestern waren auch ganz ratlos und telefonierten und dann hiess es, dass der OP vollständig ueberbelegt wäre und auch noch Notfälle dazwischen gekommen wären aber ich wuerde auf jeden Fall noch operiert!!
Tja solche Tage gibt es ..... um halb sieben wurde ich dann eeeeeendlich abgeholt und in den OP gerollt. Die Schwestern dort und der Anästhesist waren auch sehr nett und haben sich lieb um mich gekuemmert. Und ich wurde operiert.

So gegen 20.00 h war ich wieder in der Lage alle meine Gedanken zu sortieren und habe erst mal Ralf angerufen, dass er nicht kommen brauche, den dieses Mal wuerde ich im Krankenhaus bleiben. Gute Idee!! Denn erst am nächsten Tag sollte der entgueltige Gips ums Bein kommen.

Mein Abendessen (endlich) bestand aus einer Scheibe labrigem Weissbrot mit einer Scheibe Käse drauf und ich konnte zwei Tassen Tee bekommen.

WEISSBROT!!!! MIR!!!!

Aber ich hatte zu grossen Hunger um das zu diskutieren.
Die Nacht habe ich gut geschlafen - Dank der tollen Tabletten. Der nächste Morgen begann um 4.30 h!!!! Eine Nachtschwester kam um Fieber zu messen und fragte mich, ob ich "kissnödig" (zur Toilette muesse) wäre. Nöö - eigentlich nicht. Ich könne gut aufhalten ;-)
Mhhhh - das gefiel ihr gar nicht und sie nahm so eine Art Ultraschallmessgerät und fuhr mir ueber die Blase und meinte, die wäre aber gut voll und das ich versuchen solle aufs Klo zu gehen sonst muesse man mir doch einen Kateder legen ------- NEIIIIIIN - ich gehe!!!!!
Alles natuerlich vollautomatisch!!!!! Eine Gehhilfe und ein Stuhl, der ueber die Toa gefahren wurde und natuerlich klappte es - *puhhhhh  - so ein Kateder ist nun mal nicht angenehm :-)
Dann durfte ich wieder schlafen.

Später am Morgen bekam ich ein frisches Nachthemdchen (vorne zu schliessen und sehr gemuetlich!!) Waschlappen, Handtuch und ne Einmalzahnbuerste und nach dem Fruehstueck (labriges Weissbrot mit Margarine und Käse *bähh und einem harten Ei) habe ich mich so gut es ging frisch gemacht.



Dann ging es Schlag auf Schlag. Ich wurde zum Vergipsen gefahren, bekam noch ein paar Papiere ausgehändigt, wurde gefragt ob ich Instruktionen fuer die Kruecken brauche und konnte Ralf verständigen, dass er mich abholen könne. Ausserdem wurde ich informiert, dass ein Rezept mit Schmerzmitteln auf mich ausgestellt wäre, welches ich in jeder Apotheke abholen könne!!!
Auch der Orthopäde, der mich operiert hatte, kam nochmal vorbei und erklärte mir genau, was gemacht worden war. Kopierte mir sogar die Röntgenbilder.
Frisch eingegipst und der Pfeil diente dem Operateur zur Orientierung ;-)

Der Nagel hält Waden- und Schienbein wieder beisammen.

Ralf, der Ärmste, verirrte sich dann erst mal im Krankenhaus. Ich war nicht da, wo ich am Montagabend war. Ich hatte ihm zwar gesagt, dass ich nun auf der orthopädischen Station wäre und das diese im 6 Stock ist. Aber dass die in einem anderen Haus war, hatte ich leider nicht erwähnt und er brauchte eine Zeit, bis er das rausgefunden hatte :-(  und ich wartete und wartete und wartete. War ich ja gewöhnt.
Irgendwann hat er mich dann doch gefunden und wir konnten endlich den Weg nach Hause antreten - nicht ohne vorher meine Medikamente abzuholen.

Nun sitze ich also hier mal wieder rum und habe Zeit, Blog zu schreiben. Das Wetter ist herrlich - und später werde ich mich auf den Balkon verlegen lassen :-)

Der Gips kann evtl. schon in 14 Tagen entfernt werden. Dann soll ein orthopädischer Stiefel/Schuh ??? keine Ahnung - mein Bein stuetzen. Die Kruecken werde ich wohl noch länger anwenden muessen. Der Nagel wird wohl in 6 - 8 Wochen entfernt werden. Ich muss natuerlich das Bein jetzt erst mal schonen und hoch lagern, so dass nix anschwillt und die Wunde sich nicht entzuendet. Aber bis heute fuehlt sich alles gut an und ich bin guter Hoffnung (wie man so schön sagt) dass alles gut geht.
Ralf darf mir jeden Abend eine Spritze gegen Trombose geben - was er mit Vergnuegen macht *ggggg  aber dafuer scheuche ich ihn auch den ganzen Tag ;-)

Freitag, 9. Mai 2014

Der grosse Tag !!

Am Donnerstag sind wir dann aus Mainz zurueck nach Billig gefahren. Suse hatte mich gebeten fuer den Abend zu kochen - ihre "Mädels" wollten  nochmal vorbei kommen.
Und so haben wir jede Menge Spargel, Schinken, Kartoffeln und Erdbeeren fuer alle mitgebracht und mit Ralfs Hilfe wurde das Essen fuer den Abend vorbereitet.
Allen hats (natuerlich!!!) gut geschmeckt. Es wurde ein sehr lustiger Abend, an dem ich noch viel von und ueber Suse mitbekommen habe ;-)  Es wurde ueber "alte Zeiten" geschwätzt und wie sich Suse und Sebastian kennen gelernt haben ....

Dann kam DER Freitag. Bis dahin hatte ich es noch gar nicht so realisiert, das mit der Hochzeit. Am Morgen, nach einem kräftigen "Ruehrei mit Speck Fruehstueck" fuer alle, gings dann mit den Vorbereitungen los.

Die Hände sollen gepflegt sein :-)
Die "Braut" wird von Mutter Gisela abgeholt. Die hatte auch den "feinen Zwirn" in Verwahrung.

Der Trauzeuge begutachtet den Anzug!! Alles i.O.!!

Die Ringe!!! Nicht vergessen!!!!!

Einstudieren des Treuegelöbnisses.

die letzten Zigaretten und Kaffees.....

hiermit gehts zum Standesamt - wird noch geschmueckt

etwas zur Beruhigung ;-)
Ein genauer Zeitplan lag vor und so wusste jeder, was wann und wo noch zu erledigen war.
Sebastian und seine Freunde zogen mit dem Auto los um es noch schmuecken zu lassen.
Und so konnten Ralf und ich mit unseren "Verschönerungsarbeiten" beginnen. Viel zu frueh waren wir fertig!!!!!!!!!  Und die Nervosität stieg an ...........
Um 13.30 h sollte die Trauung in Rheinbach sein. Dank Goggle Maps im Smartphone haben wir das Standesamt gut gefunden.
Viele Verwandte und Bekannte sowie Freunde warteten schon. Auch Sebastian war schon da und wanderte im Standesamt hin und her - nervös sein Treuegelöbnis lernend.
Leider habe ich keine Bilder von vorher :-(  werden aber sicher nachgereicht, da ein proffesioneller Fotograf anwesend war und immer wieder Schnappschuesse gemacht hat.

Und endlich kam auch die Braut. Bildhuebsch in ihrem Kleid und den zarten Bluemchen im wunderschön frisierten Haar.

Die Standesbeamtin erwartete sie an der Treppe und dann gings hinein. Sebastian nahm seine zukuenftige Frau auf einem Treppenabsatz in Empfang und alle gingen ins Trauzimmer.

Die Standesbeamtin war sehr sehr nett. Die Traurede war sehr persönlich gestaltet und wurde nicht nur "runter gelesen". Nettes und Sinniges wurde in ihre Ansprache eingeflochten und ging mir auch sehr nahe.
Dann kam der Augenblick der Treuegelöbnisse. Erst Sebastians. Und alle, wirklich alle hatten nach kurzer Zeit das Wasser in den Augen stehen. Susanne schaute die ganze Zeit zu ihm hoch und ich sah auch in ihren Augen die reinen Freudentränen!!!!!  Dann sprach Suse ihr Treuegelöbnis. Dies fiel ihr nicht leicht, da sie noch ganz geruehrt war.Auch ihre Worte waren herzergreifend und wir alle spuerten, dass hier viel Gefuehl eingeflossen war - schön schön schön!!!!!!!!

Die Standesbeamtin musste die Beiden nicht auffordern, sich zu kuessen :-)

Nachdem auch alle amtlichen Dinge geklärt und die Unterschriften getätigt waren, wurde die Versammlung aufgelöst und es ging zum Sektempfang.

Das ueberglueckliche Brautpaar ....
Danke lieber Bruder, dass du so fleissig fotografiert hast und ich hier allen, die nicht dabei waren, ein paar Eindruecke geben kann.

Die Blumenkinder Lara und Mila ....

Brautpaar mit Vater des Bräutigams (Hartmuth)

"Queen mum" ist auch dabei ;-)


auf gehts zur Burg Heimerzheim - feiern!!!! 

Der Weg war nicht weit und die meisten Leute kamen aus der Gegend (Rheinland, Kreis Euskirchen) und trotzdem verfuhren sich einige sowie auch wir.
Aber Gott sei Dank hatte ich mein Smartphone und somit auch Google Maps dabei und so haben wir doch noch hingefunden :-)
Die Burg Heimerzheim ist eine Wasserburg ....


herrlich gepflegt mit sehr schön angelegte Rabatten.

in der sogenannten "Vorburg" war alles bereit.

sehr stilvoll, schlicht und schön .... von Suse und Sebastian ausgesucht.

das Buffett

Klein Lasse durfte auch  mitfeiern :-)

fuer kleine und grosse Kinder!!!  ;-)

ein erstes "Spiel" ...
 An den mit Gas gefuellten Luftballons hingen Karten. Die hatte jeder Gast bekommen und konnte darauf noch ein "Geschenk" schreiben. Was derjenige fuer die Brautleute tuen wolle. Der Luftballonfinder solle die Karte an das Brautpaar schicken und somit kann das "Geschenk" eingelöst werden. Schöne Idee!!!!
Na hoffentlich entwirren die sich noch!!!!

Sebastian hält seine Rede!!

Hochzeitstortenanschnitt - man achte darauf, wessen Hand oben liegt ;-)

lecker lecker!!!!!  (kann ich nur bestätigen)

zu späterer Stunde wurde es auch ein bisschen "wilder" .....

aber es blieb auch Zeit fuer ein langsames Tänzchen mit der "Angetrauten"

Aber zum guten Schluss musste doch noch mal so richtig abgezappelt werden :-)

Langsam lichtet sich das Publikum im Saal ....
Ralf und ich sind so gegen drei Uhr verschwunden. Nach "Zeugenaussagen" sollen die letzten so gegen halb fuenf das Handtuch geworfen haben.

Es war wunder-wunderschön. Eine gelungene Feier mit super Betreuung, leckerem Essen und fantastisch gelaunten Gästen. Ein unvergesslicher Tag!!!!!

Danke meine lieben Kinder 
Sebastian und Susanne!!!!
Ich liebe Euch!!!!

Mittwoch, 7. Mai 2014

nach dem Polterabend ist vor der Hochzeit *ggggg

....  der Polterabend war schön, lang und heftig!!! Es wurde viel gelacht, erzählt, getanzt und Dummheiten gemacht (Porzellan und mehr ging zu Bruch - wie es sich gehört).
Auch hierzu kommen sicher irgendwann noch Bilder!!

Der Sonntag war dem Aufräumen gewidmet. Aber auch hier kamen immer wieder Leute vorbei um mit zu helfen - oder auch um die Reste zu essen ;-)

Mila!!
Am Abend waren wir alle platt und es ging zeitig ins Bett.

Am Montag ueberraschten wir unseren Freund Charly!! Der hatte nämlich Geburtstag und wusste nicht, dass wir zum Gratulieren kommen. Seine Frau, meine liebe Jutta, hatte ihn soweit aus dem Haus gelotst und Charlys Schwester erwartete uns.
Wir waren auch wie abgesprochen dort aber der Herr des Hauses hatte sich nach anfänglichem Zögern dann doch noch Zeit gelassen ;-)
Die Ueberraschung war natuerlich gross und ich glaube, er hat sich auch ein bisschen gefreut :-)
Es wurde gegrillt und köstliches aufgetischt. Auch an Getränken wurde nicht gespart ;-)

Am Dienstag gings dann nach Mainz, das Plus-Enkelkind bzw. Enkelkind besuchen - und natuerlich auch die Eltern *ggg
Drei Generationen auf einer Matraze :-)

Lasse hat Hunger  :-)

Mama Julia




Oma Gabi :-)

und Oma Lisa - die +Oma




Eine schöne Zeit!!  Ging leider wieder mal schnell vorbei. Zwei Tage sind ja wie nix um :-(  aber wir sollten uns bald wieder sehen.

Aus Mainz wurde Spargel, Erdbeeren, Kartoffel und Schinken mitgebracht - den am Donnerstag sollte Mädelsabend sein .....